Blick hinter Anlagentore

Jeder nutzt sie, doch die wenigsten kennen sie: die Versorgungsanlagen der Kieler Stadtwerke mit Fernwärmetunneln, den Wasserwerken oder den Umspannwerken. Interessierte Besucher können nun Einblicke in die Gebäude und Anlagen gewinnen.

Schon im vergangenen Jahr fand das Besichtigungsangebot der Stadtwerke Kiel großen Anklang, weshalb auch in diesem Jahr bis September wieder Termine angeboten werden, für das Wasserwerk Schulensee, das Wasserkraftwerk am Rosensee und das Umspannwerk am Konrad-Adenauer-Damm. Auch eine Besichtigung des Fernwärmetunnels unter der Schwentine steht auf dem Programm.

„Für die Führungen setzen wir ehemalige Stadtwerke-Mitarbeiter ein. Sie bringen langjährige Erfahrungen mit und können viel zu den technischen Abläufen, aber auch historischen Details erzählen. Sicher auch Geschichten, die nicht nur für Technikbegeisterte spannend sind“, erzählt Dr. Jörg Teupen, Vorstand Technik und Personal der Stadtwerke Kiel AG.

Interessant ist etwa der begehbare Schwentinetunnel: „Dieses beeindruckende Bauwerk verbindet das Ost- und Westufer der Schwentine und gewährleistet so die Fernwärmeversorgung“, erklärt Teupen. Auch das Wasserwerk Schulensee in der Hamburger Chaussee wird bei einer Führung erklärt. 1889 in Betrieb genommen, ist es das älteste und größte der vier Kieler Wasserwerke. Mit circa 30.000 Kubikmetern Trinkwasser versorgt es mehr als die Hälfte aller Kieler Haushalte, zur Aufbereitung wird Grundwasser aus Tiefenbrunnen auf dem Gelände des Freilichtmuseums Molfsee verwendet.

Voraussetzung für die Besichtigungen sind festes Schuhwerk und eine gute Kondition, um Treppenstufen und Temperaturschwankun-gen zu bewältigen. Aufgrund von elektromagnetischen Feldern ist eine Begehung der Motor-Anlagen für Träger von Herzschrittmachern nicht geeignet.

Interessierte finden unter www.stadtwerke-kiel.de/besichtigungen alle Termine und die zugehörigen Anmeldeformulare.

(Archiv-Foto: Stadtwerke Kiel)