25 Jahre Gutes für Kiel

Einen Blumenstrauß für die gute Arbeit der Geschäftsführerin Katja Kreutz (rechts) überreichten die Vorsitzenden Jutta Johannsen und Michael Scholz.

Bürgerstiftung Kiel feierte Jubiläum im Rathaus

Im Beisein von Bundespräsident Joachim Rau wurde während der Kieler Woche im Jahr 2000 die Bürgerstiftung Kiel gegründet.

Was aus einer spontanen Idee entstanden ist, hat sich in den vergangenen 25 Jahren zum Erfolgsmodell entwickelt.

Cathy Kietzer hielt als Vorsitzende der Stiftergemeinschaft einen Rückblick auf die Erfolge der Kieler Bürgerstiftung. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer dankte ihr für das langjährige Engagement. Fotos: Carsten Frahm

Nun konnte in Anwesenheit des Mitgründers und damaligen Oberbürgermeisters Norbert Gansel am 11. Oktober im Ratssaal das Jubiläum gefeiert werden. „Er hatte seinerzeit das Momentum genutzt, um die tolle Idee zu unterstützen“, lobte der heutige OB in seiner Rede. „Herzlichen Dank für dieses Engagement für unsere Stadt Kiel. Wir brauchen diese Stiftung heute mehr denn je“, so Ulf Kämpfer. „Eine freie, offene Gesellschaft lebt davon, dass die Bürger selbst etwas tun. Dieser Zusammenhalt soll gestärkt werden.“ Und weiter: „Ein Drittel der Gesellschaft engagiert sich auf irgendeine Art ehrenamtlich. Das ist eine wertvolle Ressource. Die Stiftung gibt ihnen Geld, damit sie für andere etwas Positives tun.“ Kämpfer schloß mit den Worten: „Alles Gute für die nächsten 25 Jahre. Die Bürgerstiftung soll ­weiterwachsen und gedeihen. Wir brauchen sie nötiger denn je.“
Einen Rückblick auf die ersten 20 Jahre gab Cathy Kietzer als Vorsitzende der Stiftergemeinschaft. Sie gab auch bekannt, dass es nun für sie an der Zeit sei, um aufzuhören. Ulf Kämpfer und der Vorstandsvorsitzende Michael Scholz dankten ihr mit jeweils einem Blumenstrauß.Scholz machte darauf aufmerksam, dass sich die Stiftung in den vergangenen Jahren personell vergrößert und strukturell anders aufgestellt hat. Um das Gütesiegel für Bürgerstiftungen zu erlangen, wurde es notwendig, ein Kontrollgremium für den Vorstand einzurichten. „Das Gütesiegel ist wichtig, um nach außen zu dokumentieren, dass wir gut arbeiten“, betonte Scholz.

Unter den Gästen befand sich auch der frühere Oberbügermeister Norbert Gansel.

Nach seinen Worten hat die Stiftung über die Jahre 160 Projekte unterstützt. Die Fördersumme liegt insgesamt bei 750.000 Euro. „Der Trend geht nach oben. Dieses Jahr haben wir schon 30 Anträge erhalten und 60.000 Euro ausgeschüttet.“ Er wies darauf hin, dass die Antragstellung relativ einfach sei. Das Antragsformular steht auf der Homepage. „Wir hätten auch gern weitere Spender. Wir würden gern mehr Menschen zum Stiften bringen“, so Scholz. „Wir treten füreinander ein und fordern nicht nur von der Stadt.“
Als spontane Idee sprach er sich für Treffen der Menschen aus, die etwas für die Stadt tun. Mal schauen, ob sich daraus auch eine solche Erfolgsgeschichte entwickelt.
Begleitet wurde die Jubiläumsveranstaltung von Aufführungen einer Kindergarten-Tanzgruppe aus dem Musiculum und zwei Abordnungen vom Ernst-Barlach-Gymnasium, die allesamt bereits von der Bürgerstiftung gefördert wurden: der Chor Sotto Voce und ein Streicherquartett aus dem EBG-Sinfonieorchester. Das Orchester hat den nächsten Auftritt am 8. November um 19 Uhr in der Petruskirche. CF

Der Chor Sotto Voce zeigte ihm Rahmen der Jubiläumsveranstaltung eine kleine Kostprobe seines Könnens.