
ABK und Anwohnende einigen sich bei festgefahrener Situation im Schoolkamp
Bei der 338. Sitzung des Ortsbeirats (OBR) Wellsee/Kronsburg/Rönne im Bürgertreff Wellsee stand das Gespräch mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) zum Schoolkamp im Mittelpunkt.
Das zentrale Thema war die Abfallentsorgung im Schoolkamp (KIEL LOKAL berichtete), die vor allem zu den Bringzeiten an der Grundschule Wellsee aufgrund der zu engen Fahrbahn nicht erfolgt war.
Anwohnerin Barbara Schöppl schilderte die verfahrene Situation und verkündete, dass die Anwohnenden des Schoolkamps sich darauf geeinigt hätten, zu den Leerungsterminen nicht an der Straße zu parken. Das Problem seien jedoch vor allem die parkenden „Elterntaxis“, die den Fahrzeugen des ABK zuweilen den Weg versperrten. Gespräche mit der Schule oder Versuche, den Müll selbst beim Wertstoffhof zu entsorgen, blieben erfolglos. Grund: „Dieser nimmt keinen Restmüll mehr an.“ In den Sommerferien klappte es noch mit der Entleerung, danach gingen die Probleme los.
Abschließend folgten Schöppls Vorschläge an den ABK: Dieser könne entweder ein kleineres Fahrzeug im Schoolkamp einsetzen oder die Route anpassen.
ABK-Leiter Christian Schmitt stellte zunächst die Arbeit des ABK vor: „Unsere Belegschaft hat Spaß an ihrem Job. Spätestens am Wochenende muss das Revier eines Fahrers sauber sein. Ist dies nicht der Fall, sind auch die Mitarbeiter unzufrieden.“ Der ABK arbeitet mit einem Fahrer und drei Müllwerkern pro Fahrzeug. 160 Mitarbeitende sind täglich im Einsatz. Es gibt drei kleinere Müllfahrzeuge, die jedoch bei den Straßen verwendet werden, in die man nur rückwärts einfahren kann. Daher könnten diese im Schoolkamp nicht eingesetzt werden.
Der abschließende Lösungsvorschlag des ABK an die Anwohnenden lautete: Die Touren werden umgestellt. Dies sei bei Schulen und Seniorenheimen auch gängig. So solle der Schoolkamp in Zukunft bereits um 7 Uhr morgens angefahren werden. „Wir wollen die Tour so hinbekommen, dass der ABK möglichst vor den Eltern und dem Schulpersonal da ist“, so Schmitt. Dieser Vorschlag stieß bei allen Anwesenden auf breite Zustimmung.
Nach der Einigung folgten weitere Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Müll im Stadtgebiet wie illegale Entsorgung oder Kleidersammelcontainer. Dabei signalisierte Christian Schmitt Gesprächsbereitschaft, auch für zukünftige OBR-Sitzungen: „Sollte weiterer Gesprächsbedarf bestehen, bin ich immer bereit zu kommen – auch bei Fragen zum Winterdienst.“
Bezüglich der illegalen Müllablagerungen im Stadtgebiet, z. B. auf öffentlichen Grünflächen, wo Umverpackungen von Lebensmitteln liegen gelassen werden, können aufmerksame Bürgerinnen und Bürger die „Melde.Möwe“ in Anspruch nehmen. Hierauf machte Peter Böhm (CDU) aufmerksam. Diese gibt es auf der Homepage www.kiel.de oder als App für Android oder iOS. Auch Verkehrsprobleme wie abgestellte E-Roller können vermerkt werden. CK