Sanierung der Edisonstraße startet Ende Mai

Sanierung der Edisonstraße startet Ende Mai

Im Gewerbegebiet Wellsee steht eine umfassende Erneuerung der Edisonstraße bevor. Am 26. Mai beginnt der dritte Bauabschnitt zwischen Liebig- und Bunsenstraße. Die Bauzeit wird voraussichtlich vier bis fünf Monate betragen.

Verantwortliche und Planer betonen die Notwendigkeit der Maßnahme. Zugleich wird versucht, die Einschränkungen für Verkehr und ansässige Unternehmen so gering wie möglich zu halten. „Es tut not, dass etwas passiert“, macht Tiefbauamtsleiter Peter Bender deutlich. Auch Projektleiter Maik Scholz unterstreicht den „wichtigen Lückenschluss“ im Gewerbegebiet.

Neuaufbau der Fahrbahn

Die Sanierung erfolgt im sogenannten Vollausbau. Das bedeutet: Die gesamte Fahrbahn wird von Grund auf erneuert: von der Frostschutzschicht bis zur Asphaltdecke. Auch die Zufahrten zu den anliegenden Firmen im öffentlichen Bereich werden in diesem Zuge neu asphaltiert. Nebenstraßen sind von den Arbeiten jedoch nicht betroffen.

Bau in vier Phasen

Um die Belastungen möglichst gering zu halten, wird das Projekt in vier Bauphasen unterteilt. „Wir fangen von der Liebigstraße aus an und arbeiten uns nach vorne“, erklärt Planer Gerhard Schimming. Die einzelnen Abschnitte werden kleinteilig bearbeitet, dennoch kommt es abschnittsweise zu Vollsperrungen.
Bereits in den ersten beiden Phasen wird die Edisonstraße abschnittsweise gesperrt, unter anderem zwischen Hausnummer 20c und der Ottostraße sowie weiter in Richtung Bahngleise. Der Verkehr wird jeweils über alternative Routen geführt, wobei einzelne Zufahrten zeitweise nur eingeschränkt erreichbar sind.
Besonders anspruchsvoll ist der Abschnitt zwischen Edisonstraße 9 und der Ecke Bunsenstraße. Dieser gilt laut Planung als „schwierigster Abschnitt“ und wird vollständig gesperrt, während angrenzende Straßen befahrbar bleiben.

Herausforderungen für Firmen, aber auch Verständnis

Für die ansässigen Firmen im Gewerbegebiet Wellsee stellt die Bauzeit eine Herausforderung dar, insbesondere für Unternehmen mit durchgehendem Betrieb. Dennoch zeigen viele Verständnis. Patrick Blöcker von der Firma Wille-Krane betont: „Wir wurden frühzeitig informiert, und die Stadt ist positiv mit uns als anliegendem Unternehmen umgegangen.“
Die Bauarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit den Betrieben. So wird sichergestellt, dass auch Unternehmen mit 24/7-Betrieb wie Heidelberg Beton weiterhin erreichbar bleiben. Teilweise erfolgt die Zufahrt über provisorische Schotterflächen. Besonders intensive Arbeiten im kritischen Abschnitt sind an Wochenenden geplant.
Im Zuge der Bauarbeiten werden auch bestehende Bahngleise im betroffenen Abschnitt zurückgebaut. Der Bahnübergang entfällt künftig vollständig.

Verkehr und Umleitungen

Die Verkehrsführung wird je nach Bauphase angepasst. In der Anfangsphase erfolgt die Umleitung über die Bunsenstraße und den Wellseedamm. Während der dritten Bauphase, wenn der Kreuzungsbereich Edisonstraße / Bunsenstraße gesperrt ist, wird der Verkehr über die Marie-Curie-Straße und die Bunsenstraße zum Wellseedamm geführt. Dafür wird in der Marie-Curie-Straße ein Halteverbot eingerichtet, um einen reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Auf die Frage nach der Notwendigkeit von Vollsperrungen verwiesen die Verantwortlichen auf technische Gründe. Für die Bauarbeiten werde ein etwa drei Meter breiter Arbeitskorridor benötigt, der eine parallele Verkehrsführung unmöglich mache.

Auswirkungen auf Busverkehr

Auch der Busverkehr der KVG ist betroffen. In den ersten beiden Bauphasen werden Buslinien umgeleitet, vor allem über den Wellseedamm. Während der Sperrung des Kreuzungsbereichs in Phase drei werden Ersatzhaltestellen eingerichtet. Fahrgäste werden gebeten, sich über aktuelle Änderungen auf den Informationsseiten der KVG zu informieren.
Trotz der unvermeidbaren Einschränkungen zeigen sich die Verantwortlichen zuversichtlich. „Wir haben das Bestreben, dass es so wenig Beeinträchtigungen wie möglich gibt und der Bau möglichst komplikationslos vonstattengeht“, so Peter Bender. CK