Wie lange halten die Akkus?

Angeschaltete Taschenlampe auf Oberfläche

Wer frühzeitig handelt, bleibt im Ernstfall ruhig

Wenn in Kronshagen der Strom ausfällt, merken wir schnell, wie abhängig unser Alltag von einer funktionierenden Versorgung ist.

Für die meisten bedeutet ein Ausfall vor allem Dunkelheit, fehlendes WLAN und eine Pause für Haushaltsgeräte und Medien.
Für Menschen, die auf medizinische Geräte wie Beatmungsgeräte, Sauerstoffsysteme oder Dosierpumpen angewiesen sind, kann ein Stromausfall jedoch eine ernste gesundheitliche Gefahr darstellen.
Damit diese Geräte im Notfall zuverlässig funktionieren, müssen ihre Akkus regelmäßig überprüft werden. Die verlässlichste Methode ist dabei, das Gerät bewusst von der Stromversorgung zu trennen und zu messen, wie lange der Akku tatsächlich durchhält. Diese reale Laufzeit zeigt deutlich, wann der Akku an seine Grenzen kommt und ob ein Austausch notwendig ist. Die individuelle Laufzeit der Akkus finden Sie in den Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Geräte.

Akkus regelmäßig überprüfen

Genau wie wir bei der Feuerwehr Kronshagen versuchen, immer „vor der Lage“ zu sein, sollten auch Betroffene rechtzeitig prüfen, wie gut ihre Geräte vorbereitet sind. Nur wer frühzeitig handelt, bleibt im Ernstfall ruhig und kommt ohne Stress durch die Situation.
Zur Vorbereitung gehört auch die Frage der Ernährung. Für Babys oder Menschen, die auf Sondennahrung oder spezielle medizinische Nahrung angewiesen sind, sollte ein kleiner Vorrat vorhanden sein, der mit kaltem Wasser angerührt werden kann. Viele Produkte lassen sich ohne Erwärmen sicher zubereiten und bieten damit eine wichtige Versorgung, wenn Herd und Mikrowelle ausfallen.
Auch ein persönlicher Notfallplan ist wichtig. Angehörige oder Nachbarn sollten wissen, welche Geräte genutzt werden und wie lange deren Akkus durchhalten. Ein kurzer Blick auf den Akkustand oder ein spontaner Besuch kann in solchen Situationen viel bewirken. Für den restlichen Haushalt gilt: Taschenlampen, Powerbanks und ein kleiner Vorrat erleichtern die Zeit ohne Strom erheblich.
Wichtig ist außerdem zu wissen, dass die Feuerwehr Kronshagen in solchen Lagen nicht als Anlaufstelle dienen kann. Bei Stromausfällen ist sie meist durch parallele Einsätze gebunden – etwa, wenn Aufzüge stehen bleiben und Personen eingeschlossen sind oder wenn Brandmeldeanlagen durch die Störung auslösen. Diese Einsätze müssen priorisiert werden, weshalb keine individuelle Betreuung oder Stromversorgung für private Haushalte möglich ist.
Ein Stromausfall ist selten, aber er kann jeden treffen. Mit funktionierenden Akkus, einem klaren Plan und guter Vorbereitung lässt sich die Situation sicher überstehen – und Kronshagen bleibt auch im Dunkeln gut geschützt.

Text: Christian Esselbach