Bei Stromausfall nur Notbetrieb

Apotekenschild auf einem Dach

Apotheken sollen auch in Krisenzeiten nach ihren Möglichkeiten geöffnet bleiben

Apotheken gehören zur systemrelevanten Struktur in Deutschland, die auch in Krisenzeiten wie z. B. Coronapandemie, Stromausfall, Sturm, Hochwasser etc. im Rahmen ihrer Möglichkeiten geöffnet bleiben muss.

In den letzten 30 Jahren wurden allerdings immer mehr Arbeitsabläufe digitalisiert und sind damit stromabhängig. So würden bei einem Stromausfall in einer Apotheke die Kassen, Computer, e-Rezepte/Krankenkassenkarten, EC-Karten, Lagerungsautomaten für Medikamente, Telefon und mehr nicht mehr funktionieren. Notstromaggregate sind in Apotheken nicht üblich, da seit Jahrzehnten nur kurz andauernde Stromausfälle vorkommen und diese problemlos überbrückt werden können. So gibt es in Apotheken z. B. spezielle vorgeschriebene Medikamentenkühlschränke für kühl zu lagernde Medikamente, Impfstoffe etc., die bei Stromausfall ohne Probleme ein paar Stunden ihre Temperatur halten.
Sollte der Stromausfall jedoch ein paar Tage anhalten, bleibt die Apotheke nur im Notbetrieb geöffnet, um etwa vorbestellte, bereits vorliegende Medikamente noch abgeben zu können. Ein regulärer Betrieb ist dann nicht mehr möglich.

Empfehlung für die Hausapotheke

Wir empfehlen grundsätzlich Pflaster, Desinfektionsmittel und Schmerzmittel in der Hausapotheke vorrätig zu haben. Lebenswichtige Dauermedikamente sollten schon aus Eigeninteresse mindestens für eine Woche, besser für einen Monat zu Hause bevorratet werden. Denn nicht nur bei Stromausfall, sondern auch bei landesweiten Lieferschwierigkeiten kann es sonst zu Engpässen kommen.

Text: Apothekerin Dr. Silke Umlauff und
Apotheker Klaus-Michael Umlauff, Apotheke im Hochhaus