
Die DRK-Bereitschaft trainiert den Einsatzfall
Im Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes (Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz – ZSKG) ist formuliert, dass Aufbau, Förderung und Leitung des Selbstschutzes der Bevölkerung sowie Förderung des Selbstschutzes der Behörden und Betriebe gegen die besonderen Gefahren, die im Verteidigungsfall drohen, den Gemeinden obliegen.
Für die Unterrichtung und Ausbildung der Bevölkerung sowie in den sonstigen Angelegenheiten des Selbstschutzes können die Gemeinden sich der nach § 26 mitwirkenden Organisationen bedienen.
Das Deutsche Rote Kreuz ist eine der mitwirkenden Organisationen. Um es einmal vereinfacht darzustellen: Der Bund, das Land oder der Kreis statten die DRK-Bereitschaften mit Technik (wie z. B. Fahrzeugen) aus. Das DRK bildet die erforderlichen Helferinnen und Helfer aus, sorgt für eine sachgerechte Unterbringung der Technik und stellt die Einsatzbereitschaft der DRK-Bereitschaften und -Einheiten sicher.
Training für den Einsatzfall
Hinter dem, was hier mit wenigen Worten beschrieben ist, steckt für die DRK-Bereitschaft Kronshagen ständiges Training in der Handhabung der zur Verfügung stehenden Einsatztechnik und ständiges Training der Abläufe im Einsatzfall.
Das DRK Kronshagen wird auch außerhalb des Katastrophenschutzes als Hilfsorganisation etwa zur Unterstützung der Feuerwehren alarmiert oder bei geplanten Bombenentschärfungen, um Personen aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren oder bei größeren Schadensereignissen/Unfällen die betroffenen Menschen mit Essen und Trinken zu versorgen. Je nach Erfordernis von Jahreszeit und Wetterlage kann die DRK-Bereitschaft Zelte aufbauen, Schlaf- und Sitzgelegenheiten schaffen und für Wärme oder Regenschutz sorgen.

Neues Stromaggregat für den DRK-Stützpunkt
Im Stützpunkt des DRK Kronshagen trainieren die Helferinnen und Helfer der DRK-Bereitschaft Kronshagen den Umgang mit dem technischen Gerät. So wurde vor Kurzem ein neues, leistungsfähigeres, benzinbetriebenes mobiles Stromaggregat angeschafft.
Sollte in Kronshagen, wie an anderer Stelle beschrieben, ein großflächiger Stromausfall stattfinden, kann der DRK-Stützpunkt Kronshagen trotzdem mit Strom aus einem mobilen Stromgenerator versorgt werden. Hierzu wurde am DRK-Gebäude eine Netzvorrangschaltung installiert, wodurch vom vorhandenen örtlichen Stromnetz auf einen mobilen Stromeingang (beschriebener mobiler benzinbetriebener Stromgenerator) umgeschaltet werden kann.
Zu der fachgerechten Montage gehört auch die Installation eines Erdungsnagels, der bis in zehn Meter Tiefe getrieben wurde, damit von dem (geerdeten) Generator keine gefährlichen Fehlströme ins Haus geleitet werden.
Der von dem Generator ins DRK-Gebäude geleitete Strom reicht nicht für die Stromversorgung des gesamten Gebäudes. Er sichert aber die wichtige Stromversorgung in den Büros, der Küche und den Technikräumen.
Die vielen Einsätze der DRK-Bereitschaft Kronshagen außerhalb des Katastrophenschutzes (Holzbauprojekt, Einweihung Rathausmarkt pp.) dienen auch der Handlungssicherheit und -schnelligkeit der Helferinnen und Helfer in den Einsatzabläufen, z. B. Beladung des LKW und EVA (Einsatz-Verpflegungs-Anhänger). So kann Training auch Spaß machen.
Text: Bernd Carstensen, Fotos: DRK Kronshagen
