Kennen Sie den Notfall-Infopunkt?

Notfallpunkt

Im Krisenfall hat die Gemeinde eine Anlaufstelle, die rund um die Uhr besetzt ist

Ein wichtiges Thema, mit dem sich Kommunen zurzeit beschäftigen, ist der Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger in Krisen- oder Katastrophenfällen. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf einen länger andauernden Stromausfall – einen sogenannten Blackout.

Ein Blackout kann z. B. durch Unwetterereignisse, technische Defekte, Sabotage oder auch Cyberangriffe auf die IT-Systeme der Stromversorger eintreten. Ein Blackout ist zunächst keine Katastrophe, aber er kann schnell zu einer persönlichen Krise werden, da er den Ausfall von Infrastruktur und Versorgungsleistungen zur Folge hat.
Daher ist es wichtig, dass uns so eine Situation nicht unvorbereitet trifft. Gemeinden haben in einer solchen Ausnahmesituation die Aufgabe, ihre Einwohnerinnen und Einwohner faktenbasiert zu informieren und sie in Notfällen zu unterstützen.

Informationen über mehrere Kanäle

Im Falle eines Blackouts geben die zuständigen Behörden Informationen und Warnmeldungen auf verschiedenen Kanälen aus. Die meisten Informationen erhalten Sie über Warn-Apps wie KatWarn, NinaWarnApp oder CellBroadcast. Fallen Mobilfunknetze und Internet aus, können Sie Informationen über das Radio erhalten. Batteriebetriebene oder Kurbelradios und Autoradios funktionieren auch bei einem Stromausfall.
Die Gemeinde Kronshagen wird im Falle eines Blackouts im Rathaus einen Notfall-Infopunkt einrichten. Er dient als erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger und wird rund um die Uhr besetzt sein. Die Gemeinde Kronshagen wird dort ständig Kontakt zum Kreis Rendsburg-Eckernförde halten. So kann sie im Notfall-Infopunkt wichtige und valide Informationen zur jeweiligen Lage sowie Handlungsempfehlungen geben. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass über den Notfall-Infopunkt Notrufe an die Feuerwehr, den Rettungsdienst oder die Polizei abgesetzt werden. Der Notfall-Infopunkt dient darüber hinaus auch dazu, spontane Hilfsangebote von Bürgerinnen und Bürgern zu erfassen und zu koordinieren, beispielsweise Angebote für Nachbarschaftshilfe, Transporte oder medizinische Unterstützung.

Was passiert mit Schulen und Kitas?

Ob die gemeindlichen Einrichtungen wie Schulen und Kitas, die Bücherei oder das Bürgerhaus weiter geöffnet bleiben können, lässt sich erst anhand der jeweiligen Lage entscheiden. Auch hierüber wird die Gemeinde über alle verfügbaren Kanäle und im Notfall-Infopunkt informieren.
Damit auch die Gemeinde selbst handlungsfähig bleibt, verfügt der Notfall-Infopunkt über eine Notstromversorgung, BOS-Funkgeräte und verschiedene analoge Hilfsmittel. Für die Besetzung des Notfall-Infopunkts und zur Aufrechterhaltung der wichtigen Verwaltungsaufgaben werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde im Einsatz sein.
Trotz aller Vorbereitungen sind die Möglichkeiten der Gemeinde begrenzt. Sie kann ihre Einwohnerinnen und Einwohner informieren und in Notfällen unterstützen, jedoch keine Grundversorgung sicherstellen. An den Notfall-Infopunkten können beispielsweise weder Lebensmittel noch Trinkwasser ausgegeben werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind für ihre persönliche Vorsorge selbst verantwortlich, um sich im Ernstfall für einige Tage eigenständig versorgen zu können.
Wie das gut funktionieren kann, darüber informiert die Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“, die im Foyer des Rathauses ausliegt. Vorbereitet zu sein zahlt sich auf jeden Fall aus. Sie wissen dann, was in extremen Situationen zu tun ist und können dadurch ruhiger bleiben.

Weitere Infos zur Notfallvorsorge gibt es hier.

Text: Gemeinde Kronshagen, Foto: Carsten Frahm