Kerndämmung ist eine einfache, schnelle und günstige Maßnahme, um Häuser aus dem Bestand nachträglich
zu dämmen.
Wie das genau funktioniert, zeigte das Umweltschutzamt der Stadt Kiel am 14. August bei einer offenen Baustelle am Finkelberg. Die Eigentümerin erzählte, dass das 100 Jahre alte Haus demnächst mit einer Wärmepumpe ausgerüstet wird. „Aber vorher bekommt es eine Dämmung, damit wir nicht die Umwelt heizen“, betonte sie. Fachkundige Informationen dazu hatte sie von der kostenfreien Erstberatung erhalten, die die ZEBAU hier im Rahmen des Energiequartiers Postillionweg/Vieburg anbietet.
ZEBAU-Mitarbeiter Jan Gerbitz wies darauf hin, dass „Dämmung nicht nur im Winter Wärmeschutz bietet, sondern auch im Sommer die Hitze draußen lässt“.
Offene Baustelle zeigt Dämmung in der Praxis
Ole Dettmann von der Zimmerei Martin Klein führte schließlich vor, wie die Befüllung des Einblasdämmstoffs aus Glaswolle praktisch funktioniert. „Wir können Häuser mit zweischaligem Mauerwerk und einer freien Luftschicht ab 10 mm dämmen“, informierte Dettmann. „Für ein Einfamilienhaus bis 100 m² benötigen wir nur einen Tag.“ Die Kosten liegen bei etwa 39 Euro pro Quadratmeter.
Anna Muche vom Umweltschutzamt ergänzte, dass die Stadt Kiel einen Zuschuss von 20 % für Kerndämmungen in diesem Energiequartier gewährt. Weitere Informationen erhalten Sie am 11. September beim Klimatag (siehe Seite 6/7), auf der Homepage www.kiel.de/kerndaemmung und beim Onlineseminar über Kerndämmung am 5. Oktober. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe von KIEL LOKAL. CF
