Schrott wird Kunst: Ulrich Bauer erstellt einzigartige Skulpturen

Ulrich Bauer Schrottart
Der Künstler Ulrich Bauer in seiner „Brückengalerie“ in der Brückenstraße Fotos: Thomas Praefcke

Schon beim Blick in den Vorgarten von Ulrich Bauer wird klar: Hier wohnt jemand mit einer besonderen Fantasie. Es reihen sich Segelschiffe aneinander, deren Segel in einem früheren Leben Fuchsschwanz-Sägeblätter gewesen sind.

Der 1947 geborene Künstler verwandelt vermeintlichen Schrott in faszinierende Kunstwerke. Sein geübter Blick für das Außergewöhnliche kommt nicht von ungefähr. Nach seiner Ausbildung zum Schriftsetzer und einem anschließenden Studium an der Berliner Hochschule für Bildende Künste arbeitete Bauer als selbstständiger Grafiker. Schon damals begann er in seiner Freizeit, kleine Skulpturen zu erstellen. Seit dem Eintritt in den Ruhestand widmet er sich seiner Leidenschaft mit voller Energie.

Alte Metallteile bekommen eine neue Seele

Durch Biegen, Kleben und Schrauben haucht er alten Metallteilen eine völlig neue Seele ein. „Es begeistert mich immer wieder, wenn aus Schrott überraschende Kunstwerke entstehen“, erzählt Bauer. „Plötzlich werden in den Gegenständen Dinge sichtbar, die man vorher niemals mit ihnen in Verbindung gebracht hätte.“ Die kreativen Unikate sind zu Preisen ab rund 30 Euro erhältlich.

Ulrich Bauer persönlich im CITTI-PARK erleben

Vom 8.–19. September stellt Ulrich Bauer seine Werke im Rahmen der Kunstmeile im Erdgeschoss des Kieler CITTI-PARKs aus. Er wird dort (abgesehen von kleinen Pausen) täglich von 10–17 Uhr persönlich anzutreffen sein. Für Bauer ist es nicht die erste Ausstellung in dem Einkaufszentrum. Seine Vorfreude ist groß: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn meine Werke den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“ Zudem öffnet der Künstler gern die Türen der Brückengalerie, die er 2021 in der Flintbeker Brückenstraße 11 eröffnet hat. Nach einer telefonischen Anmeldung unter der Telefonnummer 04347 / 3893 freut er sich jederzeit über Gäste.
Weitere Einblicke in seine Arbeit gibt es auf dem Instagram-Profil
@schrottart_flintbek. TP