
Das Bürgermobil steht für Gemeinschaft und Engagement: Bürgerinnen und Bürger, die ein Auto haben, fahren gegen eine überschaubare Fahrtkostenerstattung andere Bürgerinnen und Bürger, die nicht mehr selbst mobil sind.
Der Fahrdienst kann aus Altersgründen notwendig werden, im ländlichen Raum oder als Kombination von beidem. Eine Initiative möchte für Molfsee und die Umlandgemeinden ein ehrenamtlich geführtes Bürgermobil organisieren. Bordesholm ist das Vorbild. Dort ist die örtliche Initiative bereits seit zehn Jahren sehr erfolgreich aktiv.
Seniorenbeirat unterstützt die Initiative
„Der Bedarf ist da. Es wäre toll, wenn wir das Projekt realisieren können. Genug Interessierte melden sich regelmäßig bei mir“, so Sandra Mordhorst vom Pflegestützpunkt Amt Eidertal auf der Sitzung des Molfseer Seniorenbeirats am 1. September 2026. Gemeindevertreter Peter Willers von der Initiative „Bürgermobil Molfsee und Umland“ hatte dort das Projekt vorgestellt, das gerade dort, wo die „Öffis“ (Öffentliche Verkehrsmittel) eher selten zu sehen sind, die Mobilität besonders von älteren Menschen verbessern soll. „Natürlich unterstützen wir das“, bekräftigt Thomas Kraus, Vorsitzender des Seniorenbeirats.
Weitere Fahrerinnen und Fahrer werden gesucht
Bei einem ersten Treffen Ende Mai traf sich eine kleine Gruppe im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Schulensee. „Die Stimmung ist gut, aber wir können noch mehr Fahrende gebrauchen“, fasst Willers das erste Treffen zusammen.
Am 6. Oktober gibt es ab 15 Uhr ein weiteres Treffen im Sitzungsraum U3 (Keller) bei der Verwaltung Molfsee, Mielkendorfer Weg 2. „Wir suchen Molfseerinnen und Molfseer, die tagsüber Zeit und Lust haben, andere Molfseerinnen und Molfseer mit ihrem eigenen PKW zum Einkaufen, zum Arzt, zum Amt, zum Gottesdienst oder zur Geburtstagsfeier zu fahren“, erläutert Willers. Interessierte und Neugierige können sich bei ihm vorher informieren: peter@willers2000.de. Das Angebot soll die Teilhabe im Alltag erleichtern.