Auszeichnung bei der EnergieOlympiade

Das Klimaschutz-Team der Stadt Kiel mit Prof. Dr.-Ing. Frank Osterwald (2. v. l.) und Umweltminister Tobias Goldschmidt (rechts). Foto: EKSH/Henrik Matzen

Wohnsiedlung „Klein Moskau“ und Gemeinschaftsschule Hassee sind unter den Preisträgern

Kiel kann Olympia – nicht nur auf dem Wasser: Bei der EnergieOlympiade der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) steht die Landeshauptstadt gleich in mehreren Disziplinen auf dem Treppchen.

Gemeinsam klimaneutral –unser Klimaschutz-Motto findet auch bei den Beteiligten der EnergieOlympiade Anklang“, erklärt die Kieler Umweltdezernentin Alke Voß. „Es engagieren sich viele Akteur*innen für ein klimaneutrales Kiel. Der Preis ist eine Bestätigung der hervorragenden Arbeit aller Mitwirkenden und Ansporn für weitere ambitionierte Klimaschutzprojekte in Kiel.“

Ausgezeichnete Kerndämmung

In der Kategorie „Großes EnergieProjekt“ hat die Stadt Kiel den zweiten Preis für die serielle Kerndämmung der Siedlung Rendsburger Landstraße 141–155 erhalten. Die Kieler Wohnungsgesellschaft (KiWoG) hat mit der seriellen energetischen Sanierung der Siedlung ein Vorzeigeprojekt realisiert. Dotiert ist der Preis mit 3.000 Euro.
Die Kerndämmung wurde im Einblasverfahren durchgeführt. Das ist eine sehr effektive und kostengünstige Methode zur energetischen Sanierung von Gebäuden. Sie reduziert den Heizenergieverbrauch erheblich, verbessert den Wärmeschutz der Gebäudehülle und hat im Vergleich zu herkömmlichen Dämmmethoden deutlich geringere Kosten und eine kurze Amortisationszeit.
In der denkmalgeschützten Kleinwohnungssiedlung wurde diese Methode 2023 erfolgreich umgesetzt. Innerhalb von nur 25 Tagen wurden 100 Reihenhäuser gedämmt, ohne die Fassaden zu verändern oder die Bewohner*innen stark zu belasten. Die Maßnahme führte zu spürbar verbessertem Wohnkomfort, verringertem Schimmelrisiko und einer Heizkostensenkung bei sehr niedrigem Investitionsaufwand.

Arbeitskreis Mieterstrom

Das Projekt „Arbeitskreis Mieterstrom“ (AKM) wurde ebenfalls mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt Kiel hat den Arbeitskreis im Energiequartier Projensdorf ins Leben gerufen, um die Nutzung von Solarenergie auf Dachflächen zu fördern und in diesem Rahmen auftretende Hemmnisse für Immobilienbesitzer*innen zu adressieren. Ziel war es, Wohnungsunternehmen in die Lage zu versetzen, voneinander zu lernen, Probleme zu identifizieren, Lösungen zu finden und diese an verantwortliche Stellen weiterzuleiten. Der zweite Preis in der Kategorie „EnergieKommunikation“ ist ebenfalls mit 3.000 Euro dotiert.

Kieler KlimaSchulen überzeugen 

Ebenfalls aufs Treppchen hat es das Projekt „Kieler KlimaSchulen“ in der Kategorie „EnergieKommunikation“ geschafft. Die Landeshauptstadt Kiel teilt sich den dritten Platz mit der Stadt Neumünster. Beide Kommunen erhalten je 1.000 Euro. Die Landeshauptstadt Kiel zeichnet Jahr für Jahr Kieler Schulen aus, die erfolgreich Klimaschutzprojekte umsetzen. Dafür stehen Prämien in Höhe von bis zu 22.000 Euro, maximal aber 2.000 Euro pro Schule, zur Verfügung. Die Gemeinschaftsschule Hassee wurde beispielsweise für einen Schulgarten ausgezeichnet, den Schüler*innen angelegt hatten.