Mehr Sicherheit für Fahrradfahrende und Fußgänger*innen
entlang der Rendsburger Landstraße
Die Verkehrssituation in der Rendsburger Landstraße im Bereich Russee ist seit vielen Jahren unbefriedigend und hat zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt.
Insbesondere aufgrund der zulässigen Nutzung des Gehweges durch Radfahrende kam es immer wieder zu Konflikten. Der Autor dieses Berichtes hat nach einem Zusammenstoß an der Achterwehrer Straße selbst einige Wochen im Rollstuhl gesessen.
Eine Überprüfung durch das städtische Ordnungsamt und das Tiefbauamt ergab, dass bestehende Regelungen unter Beachtung der geltenden Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht mehr beibehalten werden können. Die Benutzung der Fahrbahn durch Fahrradfahrende im direkten Sichtfeld der Kraftfahrenden ist objektiv betrachtet sicherer als das Radfahren auf dem Gehweg und unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten alternativlos. Daher hat das Tiefbauamt vor wenigen Wochen die alte Beschilderung abgebaut.
Von der Achterwehrer Straße stadtauswärts gilt nun: Die Mitnutzung des Gehwegs in Richtung Rendsburg ist nicht mehr erlaubt. Die Radfahrenden müssen stattdessen die Fahrbahn nutzen. Alle 50 Meter sind Fahrradpiktogramme als zusätzlicher optischer Hinweis auf den Asphalt aufgebracht worden.

Zum Schutz der Fahrradfahrenden wurde neben der bereits seit Langem geltenden Begrenzung auf Tempo 30 vor und hinter der Einmündung zum Russeer Weg auch ein Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen angeordnet. In der November-Sitzung des OBR Russee/Hammer/Demühlen kam von den Gästen eine überwiegend positive Resonanz zu den Neuregelungen. Das Sicherheitsgefühl hat sich sowohl bei den Fußgänger*innen als auch bei den Radfahrenden erhöht.
Noch ist allerdings nicht allen Verkehrsteilnehmenden die Neuregelung in Fleisch und Blut übergegangen. Vielen Autofahrenden war das Verkehrsschild 277.1 (Überholverbot für Pkw) bisher völlig unbekannt.
Bedarfsampel bei der Schule
Von den Eltern der Betreuten Grundschule Russee wird eine Bedarfsampel in Höhe der Straße Russeer Forst über die Rendsburger Landstraße gewünscht.
Der Ortsbeirat plant, dieses Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung am 16. Dezember zu setzen. Außerdem soll ein Vertreter der Stadt Kiel eingeladen werden, um erste Erfahrungen zu den neuen Fahrradregelungen auszutauschen und offene Fragen zu klären. WJ
