Das isst der Norden im November

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In den kälteren Monaten haben fast alle den Grill eingemottet. Doch auf herzhafte Speisen muss trotzdem niemand verzichten. Dank Kohl, Rüben, Kürbis und Kartoffel hat die norddeutsche Küche viel Wärmendes zu bieten – einfach lecker.

Grünkohlessen gilt als typisch norddeutsche Mahlzeit der Herbst- und Winterzeit. Hieß es früher immer, „der muss erst Frost haben“, bekommt man ihn heute nicht nur vorgekocht in der Dose, sondern auch in der Tiefkühl-Abteilung. Für viele ist dennoch auch heute noch ganz klar, dass er erst „so richtig“ gut schmeckt, wenn es draußen klirrend kalt ist. Durch das Zusammenspiel von herbem Aroma des Grünkohls und dem rauchig-würzigen Geschmack von Kassler und Kochwurst zählt dieses Gericht völlig zu Recht zu den Lieblingsspeisen der Norddeutschen.
Für die besonders kalten Tage, die noch vor uns liegen, empfiehlt sich auch eine leckere Erbsensuppe mit Würstchen. Die selbstgekochte Erbsensuppe spendet dem Körper nicht nur Wärme an kalten Tagen, sondern ist zusätzlich sehr nahrhaft und lässt sich einfach und schnell zubereiten. Manch einer schwört besonders auf den Genuss am zweiten Tag. „Aufgewärmt ist sie noch besser“, heißt es in vielen Familien. Natürlich ist diese Mahlzeit auch für Vegetarier geeignet, wenn man einfach die Würstchen als Beilage weglässt.
Auch Rübenmus zählt zu den Spezialitäten des Nordens. Hierzu passt ebenfalls wunderbar ein würziger Kasslerbraten oder Kochwurst. Ein Schweinebraten als Fleischbeilage ist ein festlicher Genuss.
In der jungen Küche sehr beliebt sind Kürbisgerichte. Ob Hokkaido oder Butternuss, aus beiden lassen sich hervorragende Suppen und Eintöpfe zaubern, mit Kartoffel und Karotte, mit Schinken oder vegan. Ein besonderer Tipp zum Schluss: Probieren Sie einmal, den Kürbis in Streifen auf dem Backblech zu garen. Einfach mit Öl bestreichen und nach Gusto würzen – ungefähr eine halbe Stunde später ist er herrlich zart und lecker.

Text: Sellhoff