Den richtigen Ausbildungsplatz finden

221

Das Gewerbegebiet Wellsee ist eines der größten in ganz Schleswig-Holstein. Über
300 Unternehmen haben hier im Kieler Süden ihren Firmensitz. Viele davon suchen noch Auszubildende für das kommende Jahr.

Nur allzu gern nehmen die Betriebe Auszubildende aus der näheren Umgebung. Aus diesem Grund kooperiert der Gewerbeverein HIP Kiel-Wellsee seit Jahren mit der Hermann-Löns-Schule. Gemeinsam organisieren sie eine Azubi-Messe. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr geht es nun in die zweite Runde. Termin ist am 21. November 2019 in der Turnhalle der Gemeinschaftsschule. Unter den Ausstellern befinden sich vornehmlich Unternehmen und Organisationen, die Mitglieder oder Fördermitglieder im Gewerbeverein sind. Zudem beteiligen sich auch die Stadt Kiel, Polizei und Bundeswehr.

Zielgruppe sind die Schüler der achten bis zehnten Klassen sowie deren Eltern. Verteilt auf zwei Gruppen, werden sie in der Zeit von 11–14 Uhr die Messestände besuchen, um verschiedene Unternehmen persönlich kennenzulernen. „Einen kürzeren Weg zur Ausbildung 2020 gibt es kaum“, betont Janine Loell, stellvertretende HIP-Vorsitzende und Mitorganisatorin der Berufsmesse. Und was sagen die Aussteller? KIEL LOKAL hatte sich bei der Messe-Premiere umgehört. „Die Messe wird sehr, sehr gut angenommen“, bemerkte Meike Schmerschneider. Die Ausbildungsleiterin der Kieler Volksbank empfindet den kleinen Rahmen als äußerst angenehm und lobt die Vielfalt der Stände. „Da ist für jeden etwas dabei. Die Schüler sind sehr zugänglich.“

Ähnlich äußerte sich Christina Hajduk vom Messestand nebenan: „Das ist eine total tolle Messe. Sie ist super organisiert. Die Schüler sind mit ihren Laufzetteln optimal vorbereitet. Alle sind motiviert. Ich hatte keinen gelangweilten dabei. Das ist nicht immer so.“

Die Schüler haben sich im Vorwege gemeinsam mit ihren Lehrkräften gezielt auf die Berufsfelder vorbereitet und relevante Fragen ausgearbeitet. Die persönlichen Gespräche mit den Messeteilnehmern sollen ihnen helfen, neue Erkenntnisse bezüglich ihrer Berufswahl zu erlangen, Kontakte zu knüpfen oder sogar mögliche Bewerbungschancen auszuloten.

Ein entsprechendes Lob gab es von Intersport Knudsen: „Unsere Resonanz fällt überraschend positiv aus. Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass so viele Schüler aktiviert werden können. Einige Interessenten haben nach einem Praktikum gefragt. Zwei sind dabei, die wirklich aufgefallen sind“, so Ralf Nöst. „Unterm Strich eine runde Veranstaltung, die richtig gut organisiert ist.“

Auch Natascha Haase war sichtlich zufrieden. „So eine Jobmesse wollte ich immer schon mal machen“, sagte die Schulleiterin. „Jetzt bin ich glücklich, dass sie so gut umgesetzt wird.“ Es geht darum, die Schüler mit Firmen aus der Region zusammenzubringen. Letztendlich möchte sie den Schülern damit helfen, die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch zu
erhöhen.

„Es ist prima, dass wir das Gewerbegebiet um die Ecke haben“, ergänzt Konrektor Nils Sprotte. „Wenn die Schüler dort eine Ausbildung machen, können sie zu Hause wohnen bleiben und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.“

(Text & Foto: Frahm)