Dringend ehrenamtliche Hilfe gesucht

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Am Donnerstag, dem 28. September, war im Molfseer Rathaus der Blick klar auf die Zukunft gerichtet. Neben einem neuen Mitglied in der Gemeindevertretung und der Vorbereitung der Kommunalwahl schaute auch der Flüchtlingskoordinator nach vorn. Er nutzte die Sitzung für einen Hilfsappell.

Ulf Daude rückt für Christian Walsdorf in die Gemeindevertretung nach, Bürgervorsteher Güth verpflichtete ihn per Handschlag. Einstimmig wurden Ausschüsse neu besetzt. Ebenso einstimmig erfolgte der Vorschlag für die vom Amtsausschuss zu wählenden Beisitzerinnen und Beisitzer für die Kommunalwahl am 6. Mai 2018. Bereit stehen demnach Herbert Oscheia, Niels Hinze und Peter Wulff mit den Vertreter/-innen Anton von Schalburg, Dr. Inga Kreiselmaier und Britta Haase.

Der Flüchtlingskoordinator des Amtes Molfsee, Reinhard Blohm-Gengnagel, erstattete der Gemeindevertretung seinen Jahresbericht 2016/17. Die Aufnahmezahlen sind deutlich gesunken, von Januar bis August 2017 kamen 18 Personen nach Molfsee. Aktuelle Herausforderungen sind die Wohnungssuche auf einem schwierigen Markt sowie die Unterstützung bei Bewerbungen und Arbeitsmarktintegration.

Bohm-Gengnagel machte auch klar, wer die Menschen hinter all den Zahlen sind. Neben einem Ehepaar aus Armenien und vier Geflüchteten aus dem Jemen zählt dazu auch eine fünfköpfige Familie aus dem Irak. „Insbesondere für dieses junge Ehepaar und ihre drei Kinder benötigen wir dringend Unterstützung“, appelliert der Flüchtlingskoordinator, „bitte, helfen Sie der Familie bei den Ärzte- und Behördengängen!“

(Text & Foto: ©Sellhoff)