Eine Gemeinde im Wandel

Nach dem Rückbau des Famila-Marktes Anfang 2021 liegt das Areal brach. Die im Rahmen der Städtebauförderung geplante Neubebauung lässt seither auf sich warten.

Großprojekte in Flintbek. So sehen die Pläne für die Zukunft aus

Vom Wohnraum am Ortsrand über die Neugestaltung von Flächen beim Bahnhof bis zu weiteren Gewerbeflächen: Zahlreiche Großprojekte der Gemeinde Flintbek befinden sich derzeit in der Umsetzung oder in entscheidenden Planungsphasen.

Städtebauförderung

Flintbek ist bereits seit 2014 Teil des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Rund um das einstige Famila-Gelände am Bahnhof wächst künftig ein lebendiges Quartier mit Wohnungen, Marktplatz und Parkhaus (Mobilitäts-Hub). Der neue Busbahnhof entsteht direkt an den Bahngleisen; soziale Einrichtungen wie Bücherei und Volkshochschule sollen ebenfalls auf das Areal.

Nachdem im vergangenen Jahr der Rahmenplan verabschiedet wurde, läuft aktuell das Investoren-Auswahlverfahren, das bis Anfang 2027 abgeschlossen sein soll. Finanziell wird das Vorhaben durch eine attraktive Förderstruktur getragen: Bund, Land und Gemeinde teilen sich die förderfähigen Kosten zu je einem Drittel. Der Busbahnhofs-Neubau kann über NAH.SH sogar mit bis zu 75 Prozent gefördert werden.

Das Flintbeker Rathaus – seit 2023 sitzt hier das neu gebildete Amt Eidertal.

Großes Neubaugebiet

Am Ortsausgang in Richtung Schönhorst hat auf einer Fläche von 14 Hektar der Bau von rund 450 Wohneinheiten begonnen. Die Anbindung des Gebiets erfolgt über den neu angelegten Kreisverkehr an die Landesstraße 307. Dort entstehen Einzel- und Doppelhäuser. Die Firma Semmelhaack baut und vermietet alle geplanten Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Direkt angrenzend soll eine naturnah gestaltete Fläche von 6 Hektar als Retentionsraum Niederschlagswasser durch Versickerung und Verdunstung im Gebiet halten, statt es über die Kanalisation abzuleiten.

Gewerbegebiete

Das geplante 8 Hektar große Gewerbegebiet an der Landesstraße 318 steht kurz vor der Realisierung. Noch bis zum 28. Mai liegt der Entwurf des Bebauungsplans Nr. 52 für das Areal zwischen dem Gewerbegebiet Konrad-Zuse-Ring und dem Meilensteinweg öffentlich aus.

Bereits im November 2018 wurde der Aufstellungsbeschluss gefasst. Verzögerungen gab es unter anderem durch umfangreiche archäologische Untersuchungen und die Umsiedlung von in dem Gebiet lebenden Kammmolchen.

Ergänzend wird derzeit die Machbarkeit eines interkommunalen Gewerbegebiets im Bereich der Gemeinde Blumenthal direkt an der Autobahn 215 untersucht.

Modernisierung der Schule

Die Schule am Eiderwald – die abgebildeten Gebäudeteile sollen nach aktuellen Plänen abgerissen werden. Fotos: Thomas Praefcke

Seit über zehn Jahren ist eine Modernisierung und Erweiterung des Raumangebotes der Flintbeker Schule am Eiderwald (Grund- und Gemeinschaftsschule) Thema. In der Vergangenheit wurde viel geplant und verworfen. Aktuell sehen die Planungen einen Teilabriss sowie die Errichtung eines dreigeschossigen Neubaus für rund 25 Millionen Euro vor. Hinzu kommt die Modernisierung bestehender Gebäude für weitere 8 Millionen Euro. Noch nicht geklärt sind die Kosten für Ersatzräumlichkeiten während der Bauphase. Da eine finale Entscheidung der politischen Gremien noch aussteht, bleibt die konkrete Umsetzung vorerst abzuwarten. TP