Grenzwerte wieder deutlich unterschritten

Die Müllverbrennungsanlage in Kiel hat mit einer Effizienz von 71 Prozent den höchsten Wirkungsgrad aller Anlagen in Deutschland. Hier wird gleichzeitig Wärme und strom produziert.

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Die Müllverbrennung Kiel GmbH & Co. KG (MVK) hat am 16. Mai den Bericht über die Umweltdaten 2017 gemäß Bundes-immissionsschutzgesetz auf ihrer Homepage veröffentlicht. Noch bis 1. Juni können Bürgerinnen und Bürger nach telefonischer Anmeldung Einsicht in die Protokolle der Messungen nehmen.

Die deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Auflagen konnten dank der aufwändigen Anlagentechnik der MVK nicht nur eingehalten werden, sondern wurden weit unterschritten. Gemessen werden unter anderem die Emissionswerte für Staub, Stickoxide, Chlorwasserstoff, Schwefelverbindungen, Dioxine/Furane sowie Schwermetalle wie etwa Cadmium oder Blei.
„Wie in den Vorjahren hielt die MVK auch 2017 die Tagesgrenzwerte für Schadstoffe ein und im Jahresmittel lagen die betrieblichen Emissionswerte für nahezu alle Schadstoffe bei 5–10% der genehmigten Emissionsgrenzwerte“, erläutert MVK-Geschäftsführer Dr. Frank Ehlers.
„Zu diesem sehr guten Ergebnis haben sowohl die ausgereifte Technik der MVK mit ihrer sechsstufigen Rauchgasreinigung als auch die sorgfältige Betriebsführung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVK beigetragen.“
Aufgrund der großen Bedeutung für die Kielerinnen und Kieler beauftragte die MVK im April 2018 ein unabhängiges Institut für eine Ausbreitungsrechnung der Stickoxidemissionen durch den Betrieb der Müllverbrennung Kiel. Der vom Institut berechnete Beitrag der Müllverbrennungsanlage an der ge-messenen Immissionsbelastung im Bereich der Messstation Theodor-Heuss-Ring beträgt 0,019% der gemessenen Emissionswerte. Er ist damit sehr gering und messtechnisch nicht nachweisbar.
„Der Betrieb der Müllverbrennungsanlage leistet somit keinen relevanten Beitrag an der Stickoxid-Belastung im Bereich der Messstation Theodor-Heuss-Ring“, fasst Dr. Frank Ehlers das Ergebnis des Gutachtens zusammen.

Die Stickoxide wurden als Schadstoff bereits 1993 bei der Konzeptionierung der Rauchgasreinigungs-anlage der Müllverbrennung Kiel besonders beachtet: Es wurden Katalysatoren für eine weitgehende Umwandlung der Stickoxide im Rauchgas in die harmlosen Bestandteile Stickstoff und Wasser vorgesehen und eingebaut. Die Investitionen dafür betrugen umgerechnet 5 Millionen Euro. Diese Technik ist auch heute noch die beste verfügbare Technik für die Stickoxid-Reinigung von Rauchgasen in technischen Anlagen.
Die Müllverbrennung Kiel sichert mit hohem Umweltbewusstsein die Abfallentsorgung für 500.000 Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Kiel und der Kieler Region. Aus den Abfällen werden mit sehr gutem energetischen Wirkungsgrad von mehr als 70% im Jahresdurchschnitt und zu 50% CO2-neutral die Nutzenergien Strom und Wärme erzeugt und in die Fernwärme- und Stromnetze der Landeshauptstadt Kiel eingespeist.
Die MVK informiert die Kieler Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über den Anlagenbetrieb. Fast wöchentlich stattfindende Anlagenführungen und der Umweltbeirat tragen zur guten Nachbarschaft bei. Weitere Informationsmöglichkeiten bieten Veranstaltungen wie zuletzt der Tag der offenen Tür im Jahr 2015 oder das Anwohnerfest 2017.

Fotos: © MVK

Müllverbrennung Kiel
GmbH & Co. KG
Theodor-Heuss-Ring 30
24114 Kiel
Telefon 0431/ 260 95-23 11
www.mvkiel.de