Kirchturm in Flintbek wird saniert

Sanierung Kirchturm Flintbek
Foto: Thomas Praefcke

Witterungsbedingte Schäden an den Holzschindeln der evangelisch-lutherischen Kirche machen eine umfassende Sanierung des Kirchturms in Flintbek erforderlich. Um das ortsbildprägende Bauwerk für die Zukunft zu sichern, werden rund 370.000 Euro investiert.

Bereits im Jahr 1238 stand auf dem heutigen Kirchengelände eine Kapelle. Nach mehreren Umbauten erhielt das Gotteshaus im Jahr 1615 seinen heute noch stehenden 35 Meter hohen Holzturm. Dessen Eindeckung wurde letztmalig in den 1970er-Jahren erneuert.
Das Dach wurde in den letzten Jahren jedoch undicht, wodurch eindringende Feuchtigkeit die tragende Holzkonstruktion schädigte. Um den Einsturz zu verhindern, erfolgte bereits im Jahr 2024 eine Notsanierung im unteren Bereich, die rund 90.000 Euro kostete. Dabei wurde das morsche Tragwerk stabilisiert und provisorisch mit einer Schutzfolie abgedichtet.

Finale Sanierungs-Phase im Sommer

In den kommenden Sommermonaten startet nun die finale Phase: die komplette Erneuerung der Dacheindeckung. Dafür wird ein Gerüst errichtet, das bis zur Turmspitze ragt. Um das Bauwerk für die Zukunft zu wappnen, setzen die Denkmalschützer auf gespaltene Eichenholzschindeln und bauen zusätzlich eine moderne Hinterlüftung ein, was die Lebensdauer des Holzes erhöht. Parallel dazu wird die Blitzschutzanlage erneuert. Aus Sicherheitsgründen müssen die Kirchenglocken während der Bauzeit schweigen.

Unterstützung bei Finanzierung

Das Großprojekt ist für die Kirchengemeinde eine immense finanzielle Kraftanstrengung. Zu den Kosten der Notsanierung kommen nun weitere 280.000 Euro für die Dacheindeckung hinzu. Die erwarteten Fördermittel sind gering. Der Kirchenkreis steuert z. B. einen Finanzierungsanteil von 15 Prozent bei. Durch zahlreiche Benefizaktionen wurden in den vergangenen Monaten wichtige Gelder gesammelt.
Susanne Maaß aus dem Gemeindebüro zeigt sich bewegt von der großen Hilfsbereitschaft: „Dass laufend Spenden eingehen, berührt mich sehr. Jeder Betrag zeigt mir, wie viel Rückhalt und Wertschätzung unser Kirchturm genießt.“
Weitere Informationen zum Baufortschritt und zu Spendenmöglichkeiten sind auf der Webseite zu finden: www.kirchengemeinde-flintbek.de