Impressionistisch-abstrakte Kunstausstellung in der Michaeliskirche
Schon im letzten Jahr machte die Michaeliskirche als Kunst-Raum auf sich aufmerksam. Ab dem 10. Mai lädt sie zu einer neuen Ausstellung ein – unter dem Titel „Anything flows“ mit Werken von Stina Wrede.
Impressionistisch-abstrakte Landschaften, positive Energie und eine geschwungene Dynamik in den immer wiederkehrenden Farbtönen Blau, Grün, Gelb und Weiß. Mit diesen Worten sind die Werke der aus Ostfriesland stammenden Künstlerin Stina Wrede wohl am besten zu beschreiben, die die Wahl-Kielerin vom 10. Mai bis zum 21. September in der Michaeliskirche präsentieren wird. „Die Werke stehen im Kontext starker Naturverbundenheit und einer Liebe zu dieser. Das passt sehr gut zur Kirche“, erklärt Stina Wrede, die sich von der Natur inspirieren lässt und z. B. im Naturschutzgebiet am Westensee immer wieder mit Staffelei und Farben anzutreffen ist. Rund zwanzig Leinwände, die größte davon in den Maßen 1,5 x 2,0 Meter, wird sie in der bevorstehenden Ausstellung rund um das Kirchenschiff zeigen. Wie der Titel „Anything flows“ vermuten lässt, werden darauf fließende Momente zu sehen sein, die einen Landschaftsbezug haben oder aber sonstige Lebendigkeit zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur Bilder sollen während des Ausstellungszeitraums zu erfahren sein. Zusammen mit Pastorin Susanne Sengstock plant sie noch mehr. „Wir wollen auch Workshops machen“, erzählt Stina Wrede, die während ihres Studiums an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel nicht nur ihre Liebe zur Ölmalerei entdeckte, sondern auch ihren Ursprungsgedanken nicht aus den Augen ließ: Für ein Lehramtsstudium in den Fächern Spanisch und Philosophie war sie einst aus Emden nach Kiel gekommen. Der Wunsch nach etwas Konkretem, Handwerklichem ließ sie zur Kunst wechseln. Die Freude an der Vermittlung von Inhalten an andere, insbesondere an junge Menschen, hat sie sich dennoch auch als selbstständige Künstlerin bewahrt. In ihrem Atelier lädt Stina Wrede zu impulsgebenden Workshops ein, „um ins eigene kreative Arbeiten zu kommen.“ Sie möchte inspirieren, Kunst zu schaffen und selbst zu Hause aktiv zu werden. Aber auch in der politischen Bildung ist sie als Referentin unterwegs, bietet Workshops für Schulen zu Themen wie Kunst und Demokratie an und möchte das kommunalpolitische Ehrenamt stärken. Über einen Freund, den sie aus ihrer politischen Bildungsarbeit kennt, entstand schließlich der Kontakt zur Michaelisgemeinde, deren Offenheit und weitgeistige Ausrichtung sie sehr schätzt. Als „unglaublich schön“ beschreibt sie die bisherige Zusammenarbeit und freut sich schon auf die kommenden Wochen, auf Aktionen für Familien und Kinder, für Groß und Klein. Susanne Sengstock ist ebenfalls sehr glücklich über die Kooperation mit der Künstlerin, die „mit ihrer abstrakten Kunst zum Nachdenken anregt“ und Nachhaltigkeit mit den Themen Schöpfung und Kunst verbindet. Als ersten Termin zum Vormerken nennt sie natürlich die Vernissage am 10. Mai um 15.30 Uhr in der Michaeliskirche. Weitere Aktionen wie zum Beispiel der für August geplante Workshop „Malen und Meditation“ folgen über die üblichen Kanäle. AB
