
Bernhard Schwichtenbergs Nachlass im Krusenrotter Weg 37 ausgestellt
Bernhard Schwichtenberg war Designprofessor an der Muthesius-Kunsthochschule, Künstler, Kulturvisionär, Kulturfunktionär und Kunstbotschafter.
Er war auch überzeugter Christ. Sein Glaube war eng mit der katholischen Kirche verbunden. Grund genug für seine beiden Töchter Andrea und Nikola, Werke ihres Vaters dauerhaft im Erzbischöflichen Amt Kiel auszustellen. „Warum sollen wir den Nachlass unseres Vaters im Verborgenen aufbewahren? Wir wollen hier in den Räumen des Kirchenamtes Interessierten die Möglichkeit bieten, eine Auswahl seiner Kunstwerke zu betrachten.“ Schwichtenberg hat zu Lebzeiten immer den Kontakt zu den Mitmenschen gesucht, ist auf sie zugegangen. Jetzt sollen seine Kunstobjekte die Besucher*innen ansprechen.
Insgesamt 30 Kunstobjekte – wie Prägedrucke, Materialbilder und seine Metallobjekte – werden in den Räumen des Amtes neben der Kieler Liebfrauenkirche ausgestellt.
Mit der Retrospektive würdigt das Erzbischöfliche Amt einen Kieler Künstler, der vor zwei Jahren im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Typisch für ihn waren seine Koteletten, seine Ballonmützen und seine tiefe Bassstimme.

Bei der Ausstellungseröffnung unterstrich der ehemalige Ministerpräsident Torsten Albig die herausgehobene Stellung Schwichtenbergs. Er trug den Anwesenden seine Gedanken zu der Arbeit und dem Weg Schwichtenbergs vor, die den Künstler besonders in Kiel geprägt haben: Kunst, Haltung und Humor. „Er verstand es, mit einem einzigen gebogenen Draht eine ganze Welt in Bewegung zu setzen“, so Albig. „Viele, fast alle seiner Arbeiten hatten einen Bezug zum Stadtraum, zu ihren Institutionen, sie waren in unseren Köpfen.“
Die Ausstellung kann nach Voranmeldung unter Telefon 0431/ 6403502 montags bis donnerstags von 9–16 Uhr sowie freitags von 9–13 Uhr im Erzbischöflichen Amt (Krusenrotter Weg 37) besucht werden. HH
