Entsorgungssicherheit und Energieerzeugung für Kiel und das Kieler Umland
Die Müllverbrennung Kiel GmbH & Co. KG (MVK) hat am 9. Mai 2025 ihr 50-jähriges Betriebsjubiläum gefeiert. Rund 150 Gäste aus Politik, Kreislaufwirtschaft, Verbänden sowie Anlagenlieferanten, Kunden und Geschäftspartner sind aus diesem Anlass nach Kiel gekommen.
Seit 50 Jahren steht die Müllverbrennungsanlage Kiel für verlässliche Entsorgungssicherheit und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Die MVK ist ein bedeutender Eckpfeiler der Kieler Infrastruktur – und ein Unternehmen, das mit kontinuierlicher technischer Erneuerung immer wieder Maßstäbe setzt“, erzählte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Außerdem ist die MVK ein wichtiger Baustein des Masterplans ‚100 Prozent Klimaschutz‘ der Landeshauptstadt Kiel.“
Nach der Eröffnungsrede des MVK-Aufsichtsratsvorsitzenden Arne Stenger gratulierte Umweltminister Tobias Goldschmidt zum Jubiläum und wünschte dem Unternehmen eine weiterhin erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung des Standortes. Erneut wies der Minister auf die positive Wirkung des Vorhabens hin, hier eine mit Phosphorrückgewinnung ausgerüstete Klärschlammverbrennung zu errichten. „Phosphor ist ein wertvoller Rohstoff für die Erzeugung vieler Nahrungsmittel. Das Projekt trägt zum Boden- und Gewässerschutz bei, erzeugt klimafreundliche Wärmeenergie und führt Phosphor in den regionalen Wirtschaftskreislauf zurück.“ Dafür wurde im Dezember 2024 eine Förderung des Landes über 18 Millionen Euro zugesagt.
Der Ehrenaufsichtsratsvorsitzende der Rethmann-Gruppe, Norbert Rethmann, führte in seiner Festrede aus: „Die MVK ist seit 50 Jahren ein zentraler Bestandteil der innovativen Kreislaufwirtschaft in Kiel und Schleswig-Holstein – im Dienst der Bürgerinnen und Bürger. Die Basis für diesen Erfolg sind die engagierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Ebenso bedeutsam ist die gute, vertrauensvolle und langjährige Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt Kiel und Remondis als gemeinsame Gesellschafter der Müllverbrennungsanlage Kiel.
Weitsichtige Planungen
Bereits bei der Standortsuche Anfang der 70er-Jahre war die mögliche Anbindung der MVK an die damaligen Kieler Wärmenetze ein entscheidendes Kriterium. Heute, 50 Jahre später, sind im Rahmen der Energie- und Wärmewende die Müllverbrennungsanlagen geschätzte Lieferanten von klimaneutral erzeugtem Strom und insbesondere klimaneutral erzeugter „grüner“ Wärme für die städtischen Versorgungsnetze.
Die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte für Müllverbrennungsanlagen wurden zu Beginn der 90er-Jahre deutlich verschärft. Mit der 1996 neu errichteten Verbrennungsanlage mit einer aufwendigen sechsstufigen Rauchgasreinigung hält die MVK seit nunmehr 29 Jahren nicht nur die über die Jahre laufend verschärften gesetzlichen Emissionsgrenzwerte problemlos ein. Die Betriebsemissionen liegen größtenteils im Bereich von 10–20 % der gesetzlichen Emissionsgrenzwerte. Die Rauchgasreinigung der MVK ist auch heute noch die „bestverfügbare Technik“.
„Wir wollen auch in den kommenden Jahren gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeitenden für die Entsorgungssicherheit von 500.000 Menschen in Kiel und im Kieler Umland sorgen. Wir speisen etwa 20 % des Jahresbedarfs an Fernwärme in das Fernwärmenetz der Kieler Stadtwerke ein und erzeugen Strom für mehr als 10.000 Haushalte“, so die MVK-Geschäftsführer Andrasch Henning und Frank Ehlers. „Sowohl umweltseitig als auch bei der energetischen Nutzung der Abfallenergie nimmt die MVK einen Spitzenplatz unter den Müllverbrennungsanlagen in Deutschland ein. Wir werden mit ständiger Weiterentwicklung und Innovation dafür sorgen, dass wir diesen Spitzenplatz behalten.“
