OBR-Wellsee: Von Bauprojekten und Parkplatzsorgen

Weg zum Skatepark Wellsee
Die letzte Laterne steht direkt am Jugendtreff, sodass der Weg dahinter bis zum Skatepark abends zum Dunkelraum wird. Fotos: Christina Kreyenberg

Die 340. Ortsbeiratsitzung März 2026 Wellsee/Kronsburg/Rönne im Bürgertreff in der Liselotte-Herrmann-Straße war gut besucht. Gelockt hatten zwei Tagesordnungspunkte, von denen einer jedoch kurzfristig entfallen musste.

Zu Beginn ging es jedoch zunächst um Antworten auf Anfragen aus früheren Sitzungen. Vor allem eine Ablehnung des Grünflächenamts sorgte hier für Diskussionen.

Keine Dunkelräume für Kinder

Der Antrag, die Wege am Skatepark in Wellsee zu beleuchten, wurde mit dem Hinweis zurückgewiesen, Freizeitwege in Grün- und Parkanlagen würden nur in Ausnahmefällen beleuchtet. Der OBR wollte sich damit nicht zufriedengeben. Der Vorsitzende Peter Böhm betonte, dass es „keine Dunkelräume für Kinder“ geben dürfe. Vorgeschlagen wurde deshalb, den Bedarf genauer zu definieren. Es ginge ausschließlich um den Weg vom Jugendtreff Juwel zum Skateplatz. Das Leitungsteam des Jugendtreffs soll die gewünschten Beleuchtungsstellen in einer Karte markieren. Auf dieser Grundlage wird ein Prüfantrag an den Bauausschuss gestellt, der klären soll, wo eine Beleuchtung möglich ist.

Weg zum Skatepark Wellsee
Die letzte Laterne steht direkt am Jugendtreff, sodass der Weg dahinter bis zum Skatepark abends zum Dunkelraum wird. Fotos: Christina Kreyenberg

Wohnbauprojekt in der Julius-Leber-Straße

Einen großen Tagesordnungspunkt füllte das Wohnbauprojekt in der Julius-Leber-Straße. Thomas Lindner, technischer Leiter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft KiWoG, stellte die Planungen vor. Das Baugrundstück liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Jugendtreff Juwel. Das geplante Gebäude soll teilweise in den Hang gebaut werden, wodurch auch eine Souterrainwohnung entsteht. Vorgesehen ist ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit insgesamt 20 Wohnungen, die vollständig im ersten Förderweg des sozialen Wohnungsbaus gefördert werden.
Geplant sind Wohnungen für zwei bis vier Personen – insbesondere für Familien sowie Alleinerziehende. Der Baubeginn ist für April 2026 vorgesehen, die Fertigstellung könnte im Jahr 2027 erfolgen. Aus dem Kreis der Anwesenden wurden einige Bedenken geäußert. So verwiesen ein paar auf mögliche Feuchtigkeitsprobleme in der Souterrainwohnung. Als mögliche Ursachen wurden ein Tümpel auf dem Nachbargrundstück sowie nicht regelmäßig gereinigte Gullys genannt.
Auch die geringe Zahl von sechs Parkplätzen sorgte für Nachfragen, da die Parksituation in der Umgebung bereits angespannt sei. Lindner verwies darauf, dass der Stellplatzschlüssel von 0,3 pro Wohnung politisch festgelegt sei.

Abbildung vom geplanten Mehrfamilienhaus in der Julius-Leber-Straße
Im April ist Baubeginn für dieses Mehrfamilienhaus in der Julius-Leber-Straße. Abbildung: s2n architekten

Parkprobleme im Bezirk

Zu diesem Thema sollten eigentlich Vertreter des Ordnungsamts Stellung nehmen. Ihre Teilnahme wurde jedoch kurzfristig abgesagt. Der OBR will versuchen, die Behörde zu einem späteren Termin einzuladen. Aus dem Kreis der Bürgerinnen und Bürger wurden dennoch mehrere konkrete Probleme geschildert. So wies Anja Lassen, Schulleiterin der Grundschule Kronsburg, darauf hin, dass die Elternhaltestellen im Poppenbrügger Weg häufig von Lieferwagen blockiert würden. Die Haltezonen seien jedoch werktags von 6.30 bis 17 Uhr ausdrücklich für Eltern vorgesehen. Aus dem OBR wurde deshalb mehr Kontrolle gefordert. „Dort besteht jetzt Handlungsbedarf“, so Michael Wollschläger. Der Hinweis werde im Protokoll festgehalten und der Ansprechpartner im Ordnungsamt direkt kontaktiert. Gleichzeitig wurde den Anwesenden empfohlen, Verstöße beim Ordnungsamt zu melden. Des Weiteren wurde auf unzulässiges Parken im Stauffenbergring zwischen den Hausnummern 108 und 125 hingewiesen. Hier würde regelmäßig vor den Pollern geparkt.

Informationsveranstaltungen zum geplanten Umspannwerk

Für die Maststandorte sowie die Zuleitungen aus Audorf läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren. Seit dem 18. März liegen die Planunterlagen öffentlich aus.
Der Netzbetreiber TenneT begleitet die Offenlage mit zwei Informationsveranstaltungen, bei denen sich Interessierte über die Planungen und über Beteiligungsmöglichkeiten informieren können. Die Termine sind am Mittwoch, dem 15. April, ab 14 Uhr im Landhaus Bredenbek sowie am Donnerstag, 16. April, ab 14 Uhr im Bürger- und Sportzentrum Flintbek. Stellungnahmen zu den Plan­unterlagen können bis zum 4. Mai abgegeben werden. Weitere Informationen hier.

Die nächste OBR-Sitzung findet am 5. Mai um 19.30 Uhr statt. CK