Persönliche Begegnungen werden vermisst

99

Bereits seit Juli 2018 läuft im Kieler Süden das Projekt der Quartiersentwicklung „Kiel Lübscher Dreieck – Stadtnah in guter Nachbarschaft leben“. Initiiert wurde es vom AWO Landesverband und es wird gefördert aus Mitteln der Fernsehlotterie.

Das Quartiersmanagement zielt auf die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität, Teilhabemöglichkeiten und Versorgungssituation aller Bewohner*innen des Quartiers ab.
Im Fokus stehen insbesondere ältere Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturkreise. Durch einen generationsübergreifenden Ansatz werden auch jüngere Menschen in die Quartiersentwicklung integriert.
Für eine erfolgreiche Quartiersarbeit gilt es, die Ressourcen und Vernetzungen mit vielseitigen Institutionen, Vereinen, Verbänden und Ehrenamtlichen vor Ort und darüber hinaus zu nutzen. So können Synergien entstehen und Doppelstrukturen vermieden werden.
Die Vorgängerinnen der neuen Quartiersmanagerin haben bereits vielfältige Aktionen und Projekte wie beispielsweise einen regelmäßigen Nähtreff, die Reihe „Im Alter is(s)t man anders“ oder das Graffiti-Projekt „Bunte Farben fürs Quartier“ initiiert.
Luise Hannink hat im vergangenen Sommer ihr Studium in Stadt- und Regionalentwicklung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel abgeschlossen und anschließend Mitte Oktober die Stelle als neue Quartiersmanagerin des „Lübscher Dreiecks“ angetreten.
Der Berufseinstieg findet unter ganz besonderen Bedingungen statt, da die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen auch die Quartiersarbeit betreffen und vor Herausforderungen stellen. Denn diese lebt von persönlichen Begegnungen. Doch gerade in diesen ungewissen Zeiten zeigt sich, wie wichtig Quartiersarbeit ist. Bewohner*innen teilen der Quartiersmanagerin immer wieder mit, wie sehr ihnen die Begegnungen mit anderen fehlen. Wie man in vielen Quartiersmanagements sehen konnte, sind bereits zahlreiche kreative Ideen wie beispielsweise Hilfe- und Nachbarschaftsaktionen entstanden. Im Dezember fand so in Kooperation mit dem Quartiersmanagement in Schönkirchen das Projekt „Brieflichter“ statt, bei dem Briefe zwischen den Quartieren ausgetauscht wurden und hoffentlich Brieffreundschaften entstehen können.
Quartiersarbeit findet nicht im Alleingang statt, sondern sie lebt von Anregungen und Ideen der Bewoh-ner*innen sowie vom bürgerlichen Engagement.
Aus diesem Grund sind die Bewoh-ner*innen des Quartiers jederzeit eingeladen, sich mit Ideen, Bedarfe und Wünschen in die Quartiersarbeit einzubringen.
Eine offene Sprechstunde findet jeden Dienstag zwischen 10 und 12 Uhr statt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist Frau Hannink aktuell nur telefonisch unter der Nummer 0431 / 6400822 oder per Mail an luise.hannink@awo-sh.de erreichbar.

Foto: ©Frahm