Theodor-Heuss-Schule lädt zum Schulfest und Musical ein

Neue Sitzwaben in der Theodor-Heuss-Schule Kiel
Foto: Anna Maria Bader

Ein wenig versteckt liegt sie da, idyllisch im Grünen, in zweiter Reihe der Rendsburger Landstraße: die Theodor-Heuss-Schule. Seit 1995 ist sie schon in dem halbrunden Gebäude zu Hause, in dem sie gerade jetzt aus gleich mehreren Gründen zum Strahlen kommt.

In den vergangenen Monaten hat sich nämlich eine ganze Menge getan: optisch, inhaltlich, drinnen wie draußen. „Wir haben einen Schulgarten angelegt“, erzählt Frauke Grohmann, die seit Januar 2025 kommissarisch die Schulleitung innehat und seitdem zusammen mit ihrem Kollegium für jede Menge frischen Wind in der vierzügigen Grundschule sorgt.

Schulgarten wächst mit Unterstützung der Eltern

So konnten mit engagierter Hilfe von den Eltern und Lehrenden beispielsweise Beete auf dem Schulgelände geschaffen werden. Die Garten-AG bewirtschaftet sie fleißig: Ein Teil wird als Zier-, ein anderer als Naschgarten und ein weiterer als Acker genutzt – in Kooperation mit der „Gemüse-Ackerdemie“, einem speziellen Bildungsprogramm für Schulen.

Schulgarten der Theodor-Heuss-Schule Kiel
Frisch angelegt: Im neuen Schulgarten soll es bald schon grünen und blühen –
von der Zierpflanze bis zum Gemüseacker.

Neue Lernorte auf den Fluren

Auch jenseits des Schulgartens floriert das Leben. Hell und freundlich leuchten die Flure – mit viel Raum, seit das Schulmuseum vor einigen Monaten ins Kieler Stadtmuseum umziehen konnte und Flächen frei geworden sind, die Grohmann und ihre Kolleginnen und Kollegen mit viel Geschick in erweiterte Lernorte für die Kinder umwandelten.

Lernorte in der Theodor-Heuss-Schule Kiel
Wo früher das historische Klassenzimmer stand, lädt jetzt die neue Schulbücherei zu gemütlichen Lesestündchen ein.

Sitzwaben, erweiterte Fensterbänke, gemütliche Aufenthaltsnischen – immer wieder fallen die Neuerungen ins Auge. „Wir sind dabei, den Unterricht zu öffnen, die Flure zu öffnen“, erklärt Grohmann. Was anfangs ungewohnt klingt, bedeutet in der Praxis: Die Schülerinnen und Schüler bekommen während der Unterrichtszeiten immer wieder die Gelegenheit, sich in Kleingruppen an diese neuen, ruhigen Arbeitsplätze zurückzuziehen. Während spezieller Pausen sind hier außerdem durch neu angeschaffte Spieleschränke gesellige Spielangebote möglich.
Neues Herzstück ist zudem die Schulbücherei geworden. Wo einst das historische Klassenzimmer den Raum dominierte und belegte, laden jetzt neben gut gefüllten Bücherschränken grüne Sitzbänke und -würfel zum entspannten Schmökern ein – wie ein paar Mädchen und Jungen der Klasse 4d mit überzeugendem Einsatz demonstrieren, ehe sie in fröhlicher Gemeinschaft zum Unterricht in ihren Klassenraum zurückkehren.

Schule setzt Zeichen für Vielfalt

Apropos Gemeinschaft: Dass ein gutes Miteinander in der Theodor-Heuss-Schule großgeschrieben wird, fällt nicht nur beim Gang durch die Schule immer wieder auf, wo von Kindern gestaltete Plakate ein klares Zeichen gegen Rassismus setzen (seit vier Jahren schon engagiert sich die Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“). Auch das Motto des Schulfests am 12. Juni von 15 bis 17 Uhr, zu dem übrigens nicht nur Kinder und Eltern der Schule, sondern auch die Nachbarschaft sowie alle Interessierten herzlich eingeladen sind, betont mit den Worten „gemeinsam bunt“ die Vielfalt und den Gemeinsinn der 320 Schülerinnen und Schüler. 23 Nationalitäten sind aktuell an der Schule vertreten. „Wir hoffen auf ein internationales Büfett“, bei dem beim Schulfest dann zusammen geschlemmt werden kann, verrät Frauke Grohmann.

Musical-Aufführung am 10. Juni

Zunächst steht ein anderer Termin an: Das alljährliche Musical „Als das Singen verboten war“ von Antje Schrandt (Musiklehrerin) und Ole Danikowski (Hausmeister) wird am 10. Juni um 18 Uhr öffentlich aufgeführt.

Doch auch die kommenden Monate der Theodor-Heuss-Schule, die seit 2024 im Rahmen des PerspektivSchul-Programms mit besonderen finanziellen Mitteln von Land und Bund gefördert wird, hat Grohmann bereits fest im Blick. Dann wird die Grundschule nämlich zur Offenen Ganztagsschule mit Betreuungsmöglichkeiten bis 16 Uhr. AB