Trotz Corona Gemeinschaft schaffen

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Den erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie zum Trotz ist die neue Anlaufstelle Nachbarschaft (anna) in Hassee inzwischen angekommen und gut vernetzt.

Marlene Keil hat die Zeit genutzt, viele Gespräche mit den Akteuren im Stadtteil zu führen, das anna-Konzept vorzustellen und gemeinsam Ideen zu entwickeln.
Ihre Sprechzeiten sind montags von 13–15 Uhr und freitags von 10–12 Uhr. In diesen Zeiten sind schon viele Bürger*innen vorbeigekommen, einige mit konkretem Beratungsbedarf, andere mit Projektideen für den Stadtteil. So wurden z.B. ein Nähcafé und ein Spanischkurs angedacht. Sobald wieder die Möglichkeit besteht, sich in Gruppen zu treffen, geht es an die konkrete Umsetzung. Eine geplante Ideenschmiede mit Bürger*innen aus dem Stadtteil, die sich freiwillig engagieren möchten, musste verschoben werden. In Zukunft wird regelmäßig zu solchen Treffen eingeladen werden. Interessierte Nachbar*innen sind herzlich willkommen.
Im September hat Marlene Keil gemeinsam mit einer Praktikantin im REWE-Center eine Fragebogenaktion durchgeführt, um Bedarfe im Stadtteil zu erfragen und die anna bekannt zu machen. „Wir sind gerade dabei, die Stadtteilveranstaltungen Corona-freundlich zu gestalten“, sagt sie. Aktuell führt sie eine Adventskalender-Aktion durch. Dabei konnten sich Bürger*innen zur Teilnahme anmelden und 24 gleiche Päckchen abgeben und bekamen dafür im Gegenzug eine Kiste mit 24 verschiedenen Päckchen aus der Nachbarschaft. Besonders gefreut hat sie, dass sich so viele unterschiedliche Teilnehmer*innen gemeldet haben. Neben Menschen aus der Nachbarschaft sind auch eine dritte Klasse der Theodor-Heuss-Schule dabei, zwei Gruppen der Stiftung Drachensee und die Jugendhilfe Rückenwind aus der Rendsburger Landstraße. Das verbindet die Generationen und schafft Inklusion.
„Unser Ziel: Trotz Corona Zusammenhalt und Inklusion, Gemeinschaft schaffen“, sagt Marlene Keil. „Viele weitere Projekte und Aktionen sind geplant, um Bürger*innen ein Stück Normalität im Corona-Wahnsinn zu ermöglichen. Die Anlaufstellen werden weiterhin mit den Bürger*innen und Akteur*innen in Hassee planen. Wenn Sie Ideen haben für eine Aktion oder sich an Aktionen beteiligen wollen, kontaktieren Sie mich gerne in der anna Hassee. Ich freue mich auf Ihre Anregungen.“
Marlene Keil ist weiterhin für die Bürger*innen in den Stadtteilen da und bleibt präsente Ansprechperson. Montags und freitags sowie nach Absprache sind persönliche Treffen unter Berücksichtigung geltender Regeln möglich.
Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten in der Hamburger Chaussee 75 steht bevor. Ab Dezember ist die anna dort anzutreffen. „Kommen Sie gerne vorbei“, lautet die Einladung.

Foto: ©Frahm