
Neues zum Umspannwerk sowie Probleme rund um Bürgertreff und Sporthalle in
der Liselotte-Herrmann-Straße
Die 336. Sitzung des Ortsbeirats Wellsee/Kronsburg/Rönne beleuchtete kontroverse Themen wie das geplante Umspannwerk in Rönne. Aber auch der noch immer nicht gestartete Bürgertreff sowie Probleme der neuen Sporthalle sorgten für allerlei Zündstoff.
Mit großem Interesse und einer guten Portion Galgenhumor verfolgten die Anwesenden der Ortsbeiratssitzung am 7. Oktober in den neuen Räumlichkeiten des Wellseer Bürgertreffs gleich mehrere Themen, die es in sich hatten.
Update zum neuen Umspannwerk
Bastian Lipinski vom Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Kiel referierte über den aktuellen Stand der Pläne der Firma Tennet zum Bau des umstrittenen Umspannwerks im Kieler Süden.
So fanden in den vergangenen Wochen zwischen dem Netzbetreiber Tennet und der Stadt zwei umfangreiche Gespräche statt. Diese beinhalteten zum einen den Bau des Umspannwerkes sowie zum anderen den Ausbau der sich ebenfalls in Planung befindlichen Stromtrasse.
Die Planungen für die Trasse wurden bereits Ende Juni beim Amt für Planfeststellung Energie im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eingereicht. Das Verfahren für das Umspannwerk steht noch aus.
In den Gesprächen ging es, so Lipinski, neben dem Stand der Planungen um die verkehrstechnische Erschließung des Umspannwerkstandorts, um Umweltschutz und die Ansiedelung von Ausgleichsflächen, um die generelle Gestaltung des Landschaftsbildes rund um das Umspannwerk sowie um den Emissionsschutz für Anwohnerinnen und Anwohner.
Was sich dabei herauskristallisierte? Zum genauen Standort hat der Netzbetreiber sich gemäß Lipinski noch nicht geäußert. Lediglich dass ein Großteil der anvisierten Grundstücke bereits „gesichert“ sei, habe Tennet mitgeteilt.
Zur Erschließung des künftigen Standorts berichtete Lipinski, dass diese nach aktuellem Stand über den Rönner Damm und durch das Wellseer Gewerbegebiet erfolgen solle.
Auch zur Optik ging der Stadtplaner etwas ins Detail. So sei eine Eingrünung des Umspannwerks geplant. Die Stadt wünscht sich hier einen Grünstreifen von 20 Metern. Tennet geht bis jetzt allerdings lediglich von einer Breite von sieben Metern aus. Ob es hier ein Entgegenkommen geben wird, hängt von weiteren Gesprächen ab.
Die Trafos und das eigentliche Umspannwerk, so gab Lipinski zu bedenken, würden das Landschaftsbild mit ihrer Höhe allerdings nicht allzu sehr stören. Schon von weitem sichtbar wären vielmehr die bis zu 40 Meter hohen Masten der Stromtrasse. Auch hier gelte es, die für Kiel bestmögliche Lösung im Gespräch zu finden. Ein herausforderndes Unterfangen, das viele Interessen bedienen muss.
Als Ausblick verwies der Stadtplaner schließlich auf das Ende des Jahres, wo neue Informationen zu erwarten seien. Tennet wird außerdem gegen Ende des 1. Quartals ausführlich über die konkreten Pläne rund um die neue Stromtrasse informieren.
Bürgertreff Wellsee wartet noch immer
Der OBR-Vorsitzende Peter Böhm sowie Michael Wollschläger vom Verein „Wir für Wellsee“ berichteten, dass der künftige Bürgertreff noch immer keinen finalen Vertragsentwurf von der Landeshauptstadt Kiel erhalten habe. Seit fünf Monaten wartet der Verein nun schon, dass er die neuen Räumlichkeiten übernehmen und den Betrieb des Bürgertreffs aufnehmen kann.
Wie Wollschläger erläuterte, waren mündlich getägigte Absprachen zwischen dem Verein und der Stadt im ersten Vertragsentwurf anders ausgefallen als vereinbart. Auf die Rückantwort des Vereins folgten gemäß Michael Wollschläger wieder nur Wochen der Stille.
„Ich möchte endlich ein Datum haben“, betonte das Vorstandsmitglied, das sich alsbald ein klärendes Gespräch mit der Verwaltung der Stadt wünschte und vom Ortsbeirat kräftige Unterstützung erhielt.

Mängel in neuer Sporthalle
Während der Bürgertreff noch Anlaufschwierigkeiten hat, läuft der Betrieb in der Sporthalle in der Liselotte-Herrmann-Straße bereits vollumfänglich. „Die Hallenzeiten sind voll ausgenutzt, und unsere Mitglieder freuen sich in dieser Halle trainieren zu können“, berichtete Michael Kopelke, 1. Vorsitzender des FC Fortuna Wellsee. Auch der Handballturnierbetrieb werde ab dem 23. November aufgenommen, aber:
In den ersten Nutzungsmonaten der neuen Halle wurden, so Kopelke, einige Mängel festgestellt. Größtes Problem dabei: die Alarmanlage, die seit dem 16. Mai bereits 53 Fehlalarme verzeichnet hat.
Zum Großteil konnten die Ursachen dabei nicht festgestellt werden. Die Stadt wurde bereits über das Problem informiert. JB