Lillis Jobmesse bringt Unternehmen mit Schülerinnen und Schülern zusammen
Am 12. Februar findet zum vierten Mal Lillis Jobmesse statt. Es ist eine bewährte Kooperation der Lilli-Martius-Schule mit dem Gewerbeverein HIP Kiel-Wellsee e.V.
Rund 30 Arbeitgeber aus der Region stellen ihre Unternehmen vor und bieten so Ausbildungs- und Jobperspektiven aus ganz unterschiedlichen Berufszweigen an. Einige der beteiligten Firmen stammen aus dem nahe gelegenen Gewerbegebiet Wellsee.
Die Firmen werden gebeten, Beispiele aus der beruflichen Praxis mitzubringen oder die Jugendlichen etwas Praktisches ausprobieren zu lassen. Dadurch werden erfahrungsgemäß Hemmschwellen der Schülerinnen und Schüler gesenkt und sie trauen sich eher, ein Gespräch zu führen. Außerdem steigt das Interesse für die Tätigkeiten im Unternehmen.
Eingeladen sind alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn. Und nicht nur sie, sondern auch deren Eltern. Ab dem achten Jahrgang werden die Jugendlichen vollständige Lebensläufe mitbringen und damit gezielt nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen fragen. Probearbeitstage sind vonseiten der Schule ausdrücklich erwünscht.
„Die Jobmesse hat sich in den letzten Jahren als erfolgreiches Format erwiesen“, erzählt Andrea Günther, Beauftragte für berufliche Orientierung. „Hier kommen Arbeitgeber mit Jugendlichen zusammen. Über den Austausch entstehen Verbindungen, die in Praktika, Ausbildungen und Festanstellungen enden. Wer weiß, vielleicht stehen in einigen Jahren Schülerinnen und Schüler von uns auf der anderen Seite und vermitteln Praktika und Verbindungen.“
Auf der vergangenen Jobmesse hat KIEL LOKAL mehrere Jugendliche befragt. „Ich strebe ein Praktikum an und hoffe, hier auf der Messe eine geeignete Firma dafür zu finden“, so Schülerin Lavin. „Ein persönlicher erster Eindruck und ein gutes Gefühl zu Beginn des Gespräches sind mir besonders wichtig.“
Ähnlich ging es Mohamed: „Ich bin auf der Suche nach einem Praktikum und möchte mich umhören. Ich bin noch nicht auf eine Branche festgelegt und offen für Ideen und Anreize, die hier geboten werden.“
Konkreter äußerte sich Jasmin: „Ich möchte nach der neunten Klasse abgehen und direkt in einen Beruf kommen, wo ich kreativ sein kann und mit meinen Händen arbeiten darf. Aus diesem Grund könnte ich mir sehr gut eine Ausbildung als Bäckerin vorstellen.“
Lillis Jobmesse ist ein gutes Beispiel dafür, wie frühzeitige Berufsorientierung gelingen kann und wie die regionale Wirtschaft Perspektiven schafft. Auch andere Jugendliche können die Gelegenheit nutzen: informieren, Kontakte knüpfen und sich gezielt auf Praktikums- oder Ausbildungsplätze bewerben. Welche Unternehmen Nachwuchskräfte suchen, ist den Stellenanzeigen auf dieser und den nächsten Seiten zu entnehmen. CF
