Zehn neue Freizeitgruppen offen für alle

Kathrin Schell vom Amt für soziale Dienste (links) hilft bei der Gruppen-findung. Unter ihrer Moderation entstehen zehn neue Freizeitgruppen.

Erstes Basisgruppen-Treffen vermittelt Gleichgesinnte für gemeinsame Unternehmungen

Es waren etwas mehr Teilnehmer als erwartet, die zum ers­ten Basisgruppen-Treffen des anna-Netzwerks erschienen.

Worum geht es? Menschen im Übergang vom Berufsleben zum Ruhestand sind stark daran interessiert, nicht einfach nichts zu unternehmen und dabei möglicherweise in die Vereinsamung abzurutschen, sondern ganz im Gegenteil: Jetzt ist die Zeit da, jetzt geht es erst richtig los! Und dazu werden Gleichgesinnte gesucht.
Um konkrete Vorhaben in die Spur zu hieven, trafen sich Ende September rund 25 Teilnehmer aus dem Stadtteil Hassee/Vieburg in der Anlaufstelle Nachbarschaft (anna) in der Hamburger Chaussee. Kathrin Schell vom Amt für soziale Dienste und anna-Leiter Peter Schirren moderierten die bunte Runde.
In lockerer Kennenlernstimmung schlossen Menschen, die sich noch nie zuvor bewusst gesehen hatten, miteinander Bekanntschaft. Nach 90 Minuten hatten sich bereits zehn Freizeitgruppen zusammengefunden. Wichtigste Merkmale aller Gruppen: Sie sind basisdemokratisch. Die Angebote sind kostenlos und offen für alle – auch für diejenigen, die später dazustoßen, selbstverständlich ungeachtet des Alters, der Herkunft, einer etwaigen Einschränkung oder Ähnlichem.
Alle Freizeitgruppen organisieren sich selbst, z. B. über Mailverteiler, Messenger oder Telefonketten. Nur eins ist ihnen gemeinsam: Sie können sich alle zwei Wochen in den Räumen der anna zum Gedankenaustausch, Kennenlernen oder gegenseitigen Abstimmen treffen. Das ist dann auch die Gelegenheit hinzuzustoßen – für alle, die bisher noch nicht dabei sind.

Rechts tauschen Teilnehmerinnen einer Doppelkopfrunde ihre Kontaktadressen aus.
Fotos: Jens Uwe Mollenhauer

Die anna wird kontinuierlich bei der Vernetzung der Menschen behilflich sein, die Informationen bündeln und über einen Newsletter weitergeben. Tatsächlich bedarf es also nur eines kleinen Schritts jedes Einzelnen, der zu einem großen Sprung für die Menschen im ganzen Stadtteil wird.
Bislang haben sich folgende Freizeitgruppen konstituiert: Gemeinsames Kochen, Imkern, Schach, Brettspiele, Doppelkopf, Klönschnack, Wandern, Radfahren, Yoga und Kreative Gespräche / Selbstreflexion. Das bedeutet nicht, dass damit schon das Pulver verschossen wäre. Weitere Vorschläge sind willkommen und werden unterstützt. Manche Teilnehmer schrieben sich gleich in mehrere Gruppen ein. Am Rande kamen auch weitere Aktivitäten wie Nordic Walking oder Wassergymnastik zur Sprache. Das wird sich alles finden.
Am Ende gingen wohl alle, die bei diesem ersten anna-Netzwerk-Basisgruppentreffen dabei waren, mit dem Gefühl nach Hause, eine Reihe neuer Menschen kennengelernt zu haben und mindestens ein neues gemeinschaftliches Vorhaben in die Terminplanung aufnehmen zu können.
Das nächste Basisgruppentreffen findet am Donnerstag, 7. November, von 18–20 Uhr (und von da an 14-täglich) in den Räumen der Anlaufstelle Nachbarschaft, Hamburger Chaussee 75 statt. Kontakt: 0431/61181 oder per Mail an anna.hassee@diakonie-altholstein.de JM