Fristverlängerung: Wettbewerb unterstützt Umgestaltung von bisherigen Schottergärten
Statt auf lebendige Pflanzen und summende Bienen treffen wir auch im Kieler Süden immer wieder auf graue Schottergärten. Um diesem Trend ent-gegenzuwirken, tun sich das Klimaschutzteam der Stadt Kiel und die Initiative „Schottergarten ade“ für die Umgestaltung eines Vorgartens zusammen.
Das Summen der Bienen und das Zirpen der Heuschrecken wird mit dem Trend der Schottergärten immer weniger. „Gerade in den letzten paar Jahren habe ich die starke Verbreitung von Schottergärten in meiner Nachbarschaft beobachtet. Das hat mich ziemlich erschreckt“, erzählt Angelika Finke aus Russee, die sich für Alternativen zur Flächenversiegelung einsetzt. Die vermeintliche Pflegeleichtigkeit, die viele Menschen zur Anlage eines Schottergartens überzeugt, sei laut Finke ein Irrglaube: „Vermeintlich machen Schottergärten keine Arbeit, was jedoch nicht korrekt ist.“ Das für viele Garten- und Vorgartenbesitzer leidige Thema Unkraut wird nämlich auch mit einem Schottergarten nicht endgültig gelöst. Denn auch das zum Schutz unter dem Schotter liegende Kunststoff-Vlies bietet keine langfristige Abhilfe gegen Unkraut.
Das Klimaschutzteam der Stadt Kiel und die Initiative „Schottergarten ade“ möchten nun Kieler Vorgartenbesitzerinnen oder -besitzer von den Vorteilen eines natürlichen Gartens überzeugen. In diesem Rahmen hat das Klimaschutzteam einen Wettbewerb für die Umgestaltung eines Vorgartens (bis 30 m²) ausgerufen. Die Planung der Umgestaltung findet gemeinsam mit der Besitzerin oder dem Besitzer des Vorgartens statt und legt besonderen Wert auf standort- und klimaverträgliche Pflanzen sowie auf die Pflegeleichtigkeit des Gartens.
Bewerben können sich alle Kielerinnen und Kieler, die derzeit noch einen Schottergarten oder Pflastervorgarten besitzen. Senden Sie einfach ein Foto Ihres Vorgartens und Ihre Adresse mit dem Betreff „Gartenumgestaltung“ per E-Mail an klimaschutz@kiel.de oder per Post an das Umweltschutzamt (Abteilung Klimaschutz in der Holstenstraße 104). Der Einsendeschluss ist dabei vom 20. Dezember auf den 31. Januar 2025 verlängert worden. LT
