Unglaublich heiße Sommertage liegen hinter uns, die den voranschreitenden Klimawandel unangenehm wie bedrohlich spürbar machten. Ein Vortrag der schleswig-holsteinischen Universitätsgesellschaft (SHUG) hinterfragt die Erreichbarkeit der Klimaziele, schenkt aber auch Hoffnung.
Noch realistisch oder bereits aussichtslos?

Es ist eine Frage, die deutlich zur Eile mahnt, gleichzeitig aber auch Hoffnung macht: „Wie wir das 1,5-Grad-Ziel noch erreichen könnten.“ Der Titel des Vortrags, den Prof. Dr. Andreas Oschlies, organisiert von der Kronshagener Sektion der SHUG, am 26. August im Bürgerhaus halten wird, lässt gleich eine weitere Frage mitschwingen: Bestehen also doch noch Möglichkeiten, das Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015 einzuhalten? 195 Staaten hatten sich damals auf der Weltklimakonferenz in Frankreich zur Eindämmung des Klimawandels und zu einer klimafreundlichen Umgestaltung der Weltwirtschaft verpflichtet. Die globale Erwärmung sollte beschränkt werden: auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf maximal 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter.
Doch schon im Oktober 2018 hatte der Weltklimarat einen Sonderbericht vorgelegt, der zeigte, dass das Ziel nur noch mit einer drastischen Senkung der von Menschen verursachten CO2-Emissionen erreicht werden könnte.
Wie realistisch ist aber dieses Szenario? Ist es überhaupt noch möglich und welche Rolle können sogenannte „negative Emissionen“ dabei spielen – Kohlendioxid-Emissionen, die nachträglich wieder aus der Atmosphäre entfernt werden?
Diesen und ähnlichen Fragen wird sich Andreas Oschlies widmen, der als Professor des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung und Leiter der Forschungseinheit Biogeochemische Modellierung interessante Einblicke in den neusten Stand entsprechender CO2-Entnahme-Technologien geben wird.
Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Bürgerhaus an der Kopperpahler Allee. Mitglieder der SHUG sowie Schülerinnen, Schüler und Studierende haben freien Eintritt. Nichtmitglieder zahlen sieben Euro an der Abendkasse.
Text: Anna Maria Bader, Foto: Geomar
