Ortsbeirat Russee: Kinder wünschen sich einen besseren Bolzplatz

Pfützen auf dem Bolzplatz
Angesichts der Pfützenbildung wird der Bolzplatz bei Regen zur Gefahr für die Kinder und muss oft gesperrt werden, wovon auch die anliegenden Spielgeräte betroffen sind.

Die 361. Sitzung des Ortsbeirats Russee/Hammer/Demühlen war den Kindern und Jugendlichen des Stadtteils gewidmet und wurde deshalb in der Grundschule Russee durchgeführt.

Die Moderation führte die 2. stellvertretende OBR-Vorsitzende Meike Möhring-Liedtke mit viel Herzblut. Sie ging ganz auf das Publikum ein. Für jedes Kind gab es ein buntes Namensschild und für die Ortsbeiratsmitglieder selbst gebastelte Namensschilder in Wolkenform.
Auf ihre Frage, was die Kinder in ihrem Stadtteil gut finden, wo es noch Probleme gibt und welche Ideen und Wünsche bestehen, stach ein Punkt besonders hervor: der Bolzplatz.

Bolzplatz wird bei Nässe zum Schlammbad

„Wenn er trocken ist, staubt er, und wenn er nass ist, wird er zum Schlammbad“, beschrieb ein Schüler die Situation. Die Kinder wünschten sich daher „weniger Pfützen” auf dem Bolzplatz. Eine Lehrerin erzählte, dass es nach dem Sportunterricht oder nach Pausen oft zu Verzögerungen komme, weil verdreckte Kinder sich erst umziehen müssten.
Darüber hinaus muss der Bolzplatz häufig gesperrt werden. Davon sind auch die anliegenden Spielgeräte betroffen. Die Kinder sind dann oft nicht ausgelastet – es fehlt an Bewegung.
Die Schüler wünschen sich „mehr Rasenfläche“. Was so banal klingt, ist in der Praxis eine Herausforderung. Schulleiterin Birkheid Torff berichtete von mehrfachen Grundstücksbegehungen, die bisher zu keinem Ergebnis geführt haben. Vielmehr habe ihr die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass der Bolzplatz gar kein Schulgelände mehr sei. Im Ergebnis ist das Schulamt damit nicht zuständig, sondern die Immobilienwirtschaft.

Weitere Spielgeräte und Rückzugsorte auf der Wunschliste

Weitere Punkte auf der von den Kindern vorbereiteten Wunschliste sind weitere Spielgeräte, wie beispielsweise mehr Reckstangen oder ein Kletterparcours im Wäldchen. Außerdem wünschen sich die Schüler mehr Ruheorte wie z. B. ein Baumhaus, an denen sie mal „chillen“ können.
Laut Verwaltung seien bereits 13 Spielgeräte auf dem Gelände vorhanden, andere Schulen seien wesentlich schlechter ausgestattet. Die Priorität liegt angesichts der knappen Haushaltslage an anderen Stellen.
Der Vorschlag der Eltern, ob man die Sanierung des Bolzplatzes durch Spenden finanzieren könne, scheint kaum umsetzbar. Laut Torff würde ein neuer Bolzplatz mit Mischgranulat etwa 40.000 Euro kosten, ein Hartgummiplatz 60.000 Euro. Erschwerend ist, dass Spenden nicht zweckgebunden sein dürfen.

Bild Ortsbeirat in TurnhalleA
Die 361. Sitzung hielt der Ortsbeirat in der Turnhalle der Grundschule Russee ab, da sie den Kindern und Jugendlichen gewidmet war. Fotos: Vanessa Baade

Die nächste OBR-Sitzung findet am 14. November um 19.30 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr in der Rendsburger Landstraße 369c statt. VB