Volkstrauertag in Kiel: Gedenken am Lager Nordmark

Der Gedenkort „Arbeitserziehungslager Nordmark“ am Rande des Russees wird nicht nur am Volkstrauertag aufgesucht. Täglich besuchen Menschen die Stätte zu einem persönlichen Gedenken.

Auch 2026 bleibt die Tatsache bestehen, dass die zahlreichen Appelle zu Frieden und Eintracht ungehört bleiben. Die Welt ist nicht friedlicher geworden. Am Volkstrauertag gedenken wir aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf dieser Welt, aber hier am Seeufer besonders in dem „KZ“ vor Ort. In unserer direkten Nachbarschaft geschah das Morden noch in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs. Die Schergen des NS-Regimes zwangen Gefangene zum Beseitigen der Bombenschäden in der Kieler Innenstadt. Nicht alle kehrten von dem gefährlichen Einsatz zurück. In diesem Lager fanden 600 Menschen unter unvorstellbaren Bedingungen den Tod. Es waren Menschen, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, Teil einer Minderheit waren oder nicht der Rassenideologie der Nationalsozialisten entsprachen. Die Gedenkveranstaltung an der Dokumentations- und Gedenkstätte „Arbeitserziehungslager Nordmark“ am 15. November beginnt um 11.30 Uhr mit einer Kranzniederlegung und einer Ansprache der Kieler Stadtpräsidentin Bettina Aust. Für die Claus-Harms-Kirchengemeinde spricht Pastorin Diana Wegener.
Musikalisch wird das Gedenken vom Posaunenchor der Michaelis-Kirchengemeinde begleitet. WJ