Baumaßnahmen auf „Hof Hammer inklusiv“ sind auf der Zielgeraden
Seit mehr als zehn Jahren wird im Kieler Süden intensiv an dem Projekt „Hof Hammer inklusiv“ gearbeitet. Im Jahr 2012 fand in der Uwe-Jens-Lornsen-Schule unter städtischer Regie ein erster Workshop statt.
Es war nicht immer einfach, die Vorstellungen der Hammeraner Bürger*innen, der Umweltverbände, des Investors Demandt und der Stadt Kiel im Gesamtkonzept unterzubringen. Mit viel Geduld und Kompromissbereitschaft von allen Seiten ist es gelungen, in Hammer ein ganz besonderes Projekt umzusetzen.
Seit dem Jahr 2022 sind die 20 Mehrfamilienhäuser und vier Reihenhäuser bezogen. Alle 114 Mietwohnungen sowie die Reihenhäuser sind vermietet. Beim Investor Demandt wird nach wie vor eine Warteliste von Interessenten geführt.
Schon seit fast drei Jahren bietet eine besondere Wohngemeinschaft Menschen mit Demenz ein neues Zuhause. Die WG ist Teil des inklusiven Wohnquartiers, in dem Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt ebenso wie Familien und Singles harmonisch zusammenleben. Die von der Diakonie Altholstein betreute Anlage umfasst zwölf Wohnungen – alle mit eigenem Bad. Die Mieter können sich individuell einrichten, Möbel und Erinnerungsstücke von zu Hause mitbringen. Rund um die Uhr ist eine Unterstützung durch Pflege- und Hauswirtschaftskräfte gewährleistet.

Auch die Stiftung Drachensee hat in einem der Häuser ein sehr gefragtes Wohnangebot für Menschen mit Behinderungen geschaffen. 14 Bewohnerinnen und Bewohner leben in eigenen Wohnungen und werden nach individuellem Bedarf begleitet.
Mit der Sanierung des denkmalgeschützten Herrenhauses und der reetdachgedeckten Fachwerkkate werden die Bautätigkeiten jetzt einen Abschluss finden.
Das Herrenhaus ist zwar noch eingerüstet, aber selbst von außen ist zu erkennen, dass es ein Schmuckstück des gesamten Quartiers werden wird. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Wer als Mieter einzieht, steht noch nicht endgültig fest. Es können sowohl einzelne Etagen als auch das komplette Herrenhaus als Büro angemietet werden.
Auch bei der Reetdachkate im Bereich des Areals am Speckenbeker Weg sind die Handwerker dabei, das Gebäude wiederherzurichten. Jahrelang war von einer Sanierung nichts zu sehen. Nur eine blaue Plane schützte die Bausubstanz vor Wind und Wetter. Die Reetdachdecker haben mit der Arbeit begonnen. In dem „neuen“ Haus werden vier Wohnungen entstehen. In einem Teil des Gebäudes ist zur Stärkung des sozialen Miteinanders und zur Intensivierung der Nachbarschaft ein Quartiersmanagement geplant. Leider hat sich trotz intensiver Bemühungen noch kein Betreiber gefunden, der sich dauerhaft engagieren möchte.
Bei meinem Rundgang habe ich nur zufriedene Bewohner*innen getroffen. Alle fühlen sich rundherum wohl in der neuen Hammeraner Wohnanlage. WJ

