
Heimatforscher sucht detaillierte Informationen zur Stellung „Koppelberg“
Schon vor Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte das deutsche Militär Überlegungen an, den Reichskriegshafen Kiel mit seinen vielen militärischen Anlagen und Werften vor möglichen Luftangriffen zu schützen.
Bereits ab 1937 wurden Stellungen für Flugabwehr-Geschütze (Flak) erkundet. Dies geschah unter dem Kommando der Luftwaffe. Später übernahm das für Kiel die Kriegsmarine.
Zu Kriegsbeginn wurden zunächst in Vieburg Stellungen für Leichte Flak (Kaliber 2 cm und 3,7 cm) in der Umgebung Finkelberg einsatzbereit gemeldet.
Zur Flugabwehr gehörten auch große Flak-Scheinwerfer, Sperrballon-Stellungen und später im Krieg auch Nebel-Einheiten, die vor den Luftangriffen die Kieler Förde künstlich vernebelten, um den Bombenflugzeugen die Orientierung zu erschweren.
So gab es seit dem ersten Kriegsjahr eine Scheinwerfer-Stellung in Vieburg mit der Bezeichnung „Koppelberg“. Leider konnte ich deren genaue Position bisher nicht verorten, da sich die mir vorliegenden historischen Karten hinsichtlich der Lage der Anhöhe widersprechen.
Einerseits soll es sich um den Höhenzug zwischen Pestalozzistraße und Holunderbusch am Krummbogen gegenüber dem THW-Heim handeln. 1942 wurde dort eine Schwere Flakstellung mit vier 8,8-cm-Geschützen errichtet. Dazu gehörte auch die Anhöhe am Wendehammer im Hasenholz.
Andererseits ist der 42 Meter hohe Berg im Bereich am Ende des Petersburger Weges als Koppelberg verzeichnet.
Somit bitte ich die Leserschaft, der Redaktion mögliche Hinweise oder Erkenntnisse aus der eigenen Jugendzeit zu dieser Problemstellung mitzuteilen. Aber auch andere Informationen zu Flak und Bombenkrieg in Vieburg und Hassee sind willkommen. Wilbert Voß