Die Straßenbahn vor der Tür

Die Endstation der Straßenbahn-Linie 3 war beim Bahnübergang, direkt vor dem ehemaligen Bahnhofshotel.

Serie mit Archivfotos aus dem Kieler Süden – Teil 67 zeigt Aufnahmen aus der Saarbrückenstraße

In einem Kapitel veröffentlicht die 82-jährige Hasseerin Gisela Brendel ihre Kindheitserinnerungen. 1948 bezogen ihre Eltern eine kleine Zweizimmer-Wohnung in der Saarbrückenstraße 177. Vor der Haustür fuhr die Straßenbahn, die bergab beim Bremsen mitunter laut kreischende Geräusche verursachte. Gisela Brendel beschreibt, wie der Schaffner den Stromabnehmer und die Weiche per Hand umgestellt hat. Sie erzählt aber auch viele persönliche Anekdoten aus der Familie und aus der Nachbarschaft. Zudem hat sie reichlich Fotos aus dem Familienalbum sowie aus ihrer Sammlung historischer Fotos aus Hassee beigesteuert. Da nicht alle Fotos im Buch Platz gefunden haben, sehen Sie hier etwas aus dem Überhang. Es soll Ihnen somit auch einen klitzekleinen Vorgeschmack auf das neue Buch „802 Jahre Hassee“ geben.

1961: Zeitungsausträgerin im Austeilen in der Saarbrückenstraße, als die Straße noch gepflastert war und Straßenbahngleise hatte. Wer genau hinschaut, kann im Hintergrund (Pfeil)
die Straßenbahn am Endhaltepunkt erkennen.
Foto: Stadtarchiv Kiel
Das Elternhaus von Gisela Brendel. In ihrer Kindheit befand sich im Keller ein
kleiner Laden (unten rechts), wo zerlesene Micky-Maus-
Hefte, Romane und Brief-marken verkauft wurden.