
Bei der 371. Sitzung des Ortsbeirates Hassee standen Verkehrsthemen im Mittelpunkt
Im „Café unterm Kirchturm“ traf sich der Ortsbeirat (OBR) Hassee/Vieburg am 16. De-zember, um in weihnachtlicher Atmosphäre die letzten Beschlüsse des Jahres 2025 auf den Weg zu bringen.
Die letzte Sitzung des Jahres wurde an Gruppentischen mit alkoholfreiem Punsch und Gebäck abgehalten. Maria Magdalena, Gemeindeleiterin der Liebfrauenkirche, stellte das Café als einen Ort vor, „der Menschen zueinanderbringen soll“. Das ist auch für den OBR zutreffend, der hier einmal im Jahr tagt, um aktuelle Themen aus dem Stadtteil anzugehen.

Schlagloch in Diesterwegstraße
Im folgenden Tagesordnungspunkt (TOP) wies Oliver Vongehr (SPD) darauf hin, dass es auch nach der Fahrbahnsanierung der Diesterwegstraße bei der Zone-30-Markierung auf Höhe Hausnummer 8 ein nicht repariertes Schlagloch gibt. Hier kommt das Kopfsteinpflaster hoch, was sogar bei Google Street View zu sehen ist. Seinem Antrag auf Prüfung und Instandsetzung wurde vom OBR einstimmig stattgegeben.
Zebrastreifen vor der Christlichen Schule Kiel
Ein weiteres Thema aus der Diesterwegstraße war der Wunsch nach der Erhöhung der Schulwegsicherheit an der Christlichen Schule durch die Einrichtung eines Zebrastreifens. Dies wurde von deren Geschäftsführer Claus Matthiesen ausdrücklich begrüßt: „Das wäre eine große Hilfe für unsere Kinder.“
Auch die anwesenden Vertreter der Polizei befürworteten grundsätzlich alle Maßnahmen, die zu einer klaren Verkehrssituation beitragen. Für die Erstklässler sei dies ebenfalls eine gute Sache. Anfängliche Bedenken, dass es Schwierigkeiten bei der Genehmigung geben könnte, da sich der Zebrastreifen in einer Tempo-30-Zone befindet, konnten ausgeräumt werden. Mittlerweile habe es eine Novelle der Straßenverkehrs-ordnung (StVO) gegeben, die auch Zebrastreifen in solchen Zonen erlaube, so OBR-Mitglied Solveig Seelbach (CDU). So wurde auch diesem Antrag einstimmig stattgegeben.

Kreuzung im Grünen Herzen
Problematisch gestaltet sich die Verkehrssituation im Grünen Herzen – insbesondere an der Kreuzung Krusenrotter Weg / Von-der Goltz-Allee. Hier kommen die vorfahrtberechtigten Fahrzeuge schlecht von der Von-der-Goltz-Allee in den Krusenrotter Weg hinein, so Oliver Vongehr (SPD). Der Grund sind nicht zuletzt Fahrzeuge, die zu dicht an der Kreuzung parken. Hier wies Thorsten Becherer (Grüne) darauf hin, dass das Parken erst ab einem Abstand von fünf Metern zur Kreuzung zulässig ist. Die anwesenden Vertreter der Polizei machten deutlich, dass bei ruhendem Verkehr die Stadt zuständig ist.
Daher regte das beratende Mitglied Hans Wischmann (Die Partei) an, „aufgrund des fehlenden Sichtbereichs verstärkt zu kontrollieren, ob im Kreuzungsbereich geparkt wird“. Dem Antrag auf „Veranlassung zur Verkehrsüberwachung“ wurde einstimmig stattgegeben. Im Anschluss an die Überwachung könne man sich die Situation gegebenenfalls
näher ansehen.
Rauchverbotszone um die Gemeinschaftsschule Hassee?
Bei diesem TOP griff der OBR-Vorsitzende Voigt ein Thema aus der Sitzung mit Kindern und Jugendlichen vom 18. November auf. Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Hassee hatten bemängelt, dass in unmittelbarer Nähe der Schule und des Schulhofs geraucht würde – teilweise auch von Lehrkräften. Dies könnte bei den Heranwachsenden auch zum Einstieg ins Rauchen führen, da die Erwachsenen eine Vorbildfunktion hätten.
Wie mit der Situation umzugehen ist, wurde im Anschluss rege diskutiert.
Möglich wäre eine freiwillige Aufstellung von Schildern, aber auch eine ordnungsrechtliche Regelung. Zudem gibt es einen Widerspruch zwischen dem verbotenen Konsum von Cannabis in Schulnähe sowie der nicht geklärten Situation bei Tabakkonsum.
Kerstin Quellmann (Grüne) gab zu bedenken, dass „auch Lehrkräfte grundsätzlich das Recht haben, eine Rauchpause in Schulnähe einzulegen“. Daher solle es keinen Antrag auf ein Verbot geben, sondern ein Prüfantrag an die Verwaltung gestellt werden. Aufgrund der rechtlich nicht geklärten Lage und der Vielfalt des Themas, auch auf Landes- und Bundesebene, „wird der Antrag nicht nur an den Stadtrat, sondern auch in den Ausschuss und an den Oberbürgermeister gegeben, der sich für gesetzliche Klarheit einsetzen soll“, so
Oliver Voigt.
Müll und Kot auf dem Sportplatz
Unter dem TOP „Bürger fragen und regen an“ äußerten sich zwei Bürger kritisch zur Situation am Sportplatz an der Theodor-Heuss-Schule. Dieser würde als Hundeauslauffläche genutzt, aber auch als Treffpunkt, um Alkohol zu trinken und zu rauchen. Das Resultat sind Müll, Glasscherben und Hundekot. Hier diskutierte der OBR die Möglichkeiten, den kommunalen Ordnungsdienst einzusetzen, den beschädigten Zaun des Sportplatzes zu reparieren oder Schilder aufzustellen.
Weitere Verkehrsmängel im Stadtteil, die zur Sprache kamen, sind Schlaglöcher in der Von-der Goltz-Allee / Hornheimer Weg sowie die Überlegung, in der Neuen Hamburger Straße in Richtung Süden ein Tempo-50-Schild aufzustellen, da zwischen „Überflieger“ und dem Ortsschild Tempo 50 gilt.
Die nächste OBR-Sitzung findet am 20. Januar um 19.30 Uhr im „Haus am Holunderbusch“ statt. CK