Serie mit Archivfotos aus dem Kieler Süden.
Teil 72 aus dem Familienalbum von Familie Schlünzen aus „Klein Moskau“
Das Kapitel über die Wohnsiedlung „Klein Moskau“ im Buch „802 Jahre Hassee“ stößt auf reges Interesse.
Mehrere der ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner haben sich bei der Redaktion gemeldet, sogar aus Berlin und Bayern. Ralf Schlünzen und seine 89-jährige Mutter Christa kamen mit Fotoalbum ins Verlagsbüro. „Das war ursprünglich eine Krupp-Siedlung“, meinen sie. „Opa war beim U-Boot-Bau. Die Krupp-Mitarbeiter erhielten bevorzugt Wohnungen.“ Erstbezug war 1946.
In den Unterlagen befindet sich der Mietvertrag der elterlichen Wohnung 37 von 1964. Die monatliche Miete betrug 38 DM und 48 Pfennig. Das entspricht etwa einer Mark Miete pro Quadratmeter. „Wir haben bis 1972 dort gewohnt, da war ich 13“, erzählt Ralf Schlünzen. „Das war eine schöne Zeit. Die Gemeinschaft war gut. Sonntags gab es Frühstück bei den Nachbarn, mit Zuckerbrötchen – lecker.“
Gut erinnern kann er sich, dass seine Oma manchmal fünf Pfennig aus dem Fenster geworfen hat. „Dafür haben wir im Milchladen Bonbons gekauft. Damit waren wir König in der Schule“, so Schlünzen.





