Es gibt immer etwas zu verbessern

Piktogramme auf der Rendsburger Landstraße. Eines ist unter einem parkenden Auto kaum zu erkennen.

Von Schockanrufen über zugeparkte Piktogramme bis zum E-Bike-Training

Drei Themenbereiche standen im Mittelpunkt der Januar-Sitzung des Ortsbeirates Russee/Hammer/Demühlen: Jugend, Senioren und Aktuelles von der Polizei.

Lasse Rathjen von der Polizeistation Hassee berichtete von zunehmenden Schockanrufen. Hierbei werden von den Tätern immer erfolgreicher die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz genutzt. Rathjen warnte vor falschen Polizeibeamten und dem Enkeltrick. Niemals würden echte Polizisten Wertsachen an der Haustür abholen. Sein Tipp: Seien Sie bei unbekannten Personen immer misstrauisch.

Die Neuregelungen des Fahrradverkehrs in der Rendsburger Landstraße werden noch immer nicht von allen Verkehrsteilnehmern beachtet. Fahrradfahrer müssen die Fahrbahn benutzen. Gegenseitige Rücksichtnahme würde es allen erleichtern, bei dem zunehmenden Verkehr unfallfrei ans Ziel zu kommen. Nur Kinder bis zwölf Jahre dürfen den Bürgersteig benutzen. Auch E-Roller gehören auf die Straße.

Für Diskussionen sorgten die durch (zulässig) parkende Fahrzeuge zugestellten Piktogramme im Bereich zwischen Russeer Forst und Ihlkatenweg stadtauswärts. Es ist der einzige Bereich entlang der Rendsburger Landstraße, wo Radfahrer dem stehenden Verkehr ausweichen müssen. Was nützen die schönsten Piktogramme, wenn sie nicht gesehen werden? In Gesprächen mit Bürgern wurde bereits vorgebracht, ob hier nicht die Einrichtung eines Halteverbots angebracht wäre.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendtreff Russee und dem Ortsbeirat wurde von beiden Seiten gelobt. Die in der Jugendsitzung im Dezember angesprochenen Probleme sollen zeitnah angepackt werden. Insbesondere geht es um Barrierefreiheit im Jugendtreff, Glasfaseranschluss und bessere Sportmöglichkeiten auf dem Platz hinter der städtischen Kindertagesstätte.

Aus dem Seniorenbeirat

Das Russeer Seniorenbeiratsmitglied Rainer Schill (73) stellte fest, dass viele angesprochene Probleme auch auf seinem Zettel stünden. Er wünscht sich für die ältere Generation ein E-Bike-Training in Russee. Dies läuft in anderen Stadtteilen in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sehr erfolgreich.
Leider gibt es (abgesehen vom Projekt Hof Hammer) wenig Möglichkeiten für betreutes Wohnen. Auch der Wunsch nach einem Pflegeheim steht bereits seit Langem auf seiner Wunschliste. Schill lobte die gute Zusammenarbeit der Stadt mit dem Seniorenbeirat. Er hoffe noch auf die Einrichtung einer Stabstelle für eine menschen- und seniorengerechte Stadt. WJ