Kronshagen und Bushenyi: Gemeinsam für Natur, Bildung und Heilung

Kronshagen Bushenyi Uganda Partnerschaft

Kronshagen und Bushenyi in Uganda – sie liegen 6.374 Kilometer auseinander, und doch arbeiten wir seit Jahrzehnten eng zusammen. Das geschieht besonders auf drei Gebieten: Schutz der Natur, Bildung und Wege der Heilung.

Um Projekte in diesen Bereichen gemeinsam zu entwickeln, sind wechselseitige Besuche wichtig. So war es für uns eine große Freude, dass uns zwei Gäste aus Uganda hier in Kronshagen besuchten. Das waren die Koordinatorin der NGO Rukararwe, Abby Ayebaze, und Arthur Taratwebirwe, Direktor der Ryonza Secondary School.

Kronshagen Bushenyi Uganda Partnerschaft

Auf dem Jahresempfang lernten sie auch Bürgermeisterin Nora von Massow und Landrat Ingo Sander kennen.

30 Mitglieder des Freundschaftsvereines KroBu organisierten diesen Besuch. Sie wurden von der Kommunalgemeinde Kronshagen und von der Christusgemeinde unterstützt. Es zeigte sich, dass es Fortschritte in allen diesen drei Arbeitsbereichen gibt:

  1. In der Region Bushenyi hat sich das Klima verbessert. Dort fällt jetzt in Uganda am meisten Regen. Dazu beigetragen haben die zahlreichen Baumpflanzungen durch Rukararwe. Auch die Solarenergie hat sich günstig auf das Klima ausgewirkt. Sie wird weiter gefördert.
  2. In der Bildung wird die „Grüne Schule“ angestrebt. Schülerinnen und Schüler sind da nicht Objekte des Unterrichtes. Sie lernen es vielmehr, selbst Akteure des Naturschutzes zu werden. So pflanzen sie Bäume und legen auch Gärten an. Im Gymnasium Kronshagen wie in der Gemeinschaftsschule wird danach gefragt, ob solche Anregungen hier aufgenommen werden könnten. Im GymKro besteht starkes Interesse, 2028 wieder nach Uganda zu reisen.
  3. Rukararwe hat sich zu einem Zentrum des Heilens entwickelt. Dabei werden ganzheitliche Wege des Heilens praktiziert. Das gilt besonders auch bei schweren Verlusten. Dann wird Raum und Zeit gegeben, die Gefühle zum Ausdruck zu bringen und sie anderen mitzuteilen.

In Rukararwe geschieht das auch in Bewegung, Rhythmus und Tanz. Zurzeit findet dort ein Projekt statt, in dem untersucht wird, wie weit solche Trauerbegleitung ein Modell sein kann. Dieses Projekt wird von KroBu, der Kirche und auch wieder von Bingo unterstützt.
In der Trauerbegleitung in Kronshagen nehmen wir oft Anregungen aus Rukararwe auf. Wir bringen zum Ausdruck, was uns bewegt, und bewegen uns manchmal dabei. Immer achten wir darauf, die Balance und den eigenen Rhythmus zu finden. Der Besuch hat uns gezeigt, wie fruchtbar wir in all diesen drei Bereichen zusammenwirken.

Text: Klaus Onnasch, Fotos: KroBu und Gemeinde Kronshagen