Ortsbeirat Russee diskutiert Pflegekonzept für Wald

Ortsbeirat Russee diskutiert Pflegekonzept für Waldpflege in Hammer
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Im März stellte Stadtförster Falk Hurrelmann die von der Landeshauptstadt geplanten und teilweise bereits durchgeführten Maßnahmen zur Waldpflege in Hammer beim Ortsbeirat vor. Jetzt präsentierte die Initiative „Wiederaufforstung für Hammer“ ihr Konzept. Sprecherin Annika
Sørensen sprach sich für naturnahe Weiterentwicklung aus, ohne dabei die Erholung des Waldes einzuschränken. Standortfremde Bäume sollten punktuell entfernt werden. Die ökologische Funktion als Luftfilter und Wasserspeicher muss erhalten bleiben.
Ein gesunder Wald braucht eine permanente Durchforstung und Nachpflanzung. Dabei ist stets zu beachten, dass neue Bäume auch unter den zukünftigen klimatischen Bedingungen gedeihen können. Nur so kann die Erholungs-, Schutz- und Nutzfunktion erhalten bleiben.
Sørensen forderte eine Verbesserung der Kommunikation mit den Bürgern und eine verstärkte Einbindung von Naturverbänden.

Neuer Schiedsmann

Frank Festersen soll nach dem einstimmigen Votum des Ortsbeirates Russee/Hammer/Demühlen neuer Schiedsmann für den Bezirk Russee
und Hassee werden. Der Pensionär, jetzt wohnhaft in Hammer, stammt aus Flensburg und war von 1992 bis zum Ruhestand in zahlreichen Funktionen bei der Stadt Kiel tätig, unter anderem von 2014 bis 2023 als Leiter des Ordnungsamtes. Er ist kein unbekanntes Gesicht im Ortsbeirat und hat in seiner dienstlichen Funktion mehrfach zu aktuellen Themen Stellung genommen.
Schiedsleute sind gewählte und geschulte Personen, die ihre Aufgaben im vorgerichtlichen Verfahren ehrenamtlich wahrnehmen. Sie brechen festgefahrene Konfliktsituationen und verhärtete Fronten durch Verhandlungsgeschick auf. Schiedsleute arbeiten für die streitenden Parteien völlig neutral.

Frank Festersen aus Hammer
Frank Festersen aus Hammer wird vom Ortsbeirat als Schiedsmann für den Bezirk Russee/Hassee vorgeschlagen. Foto: Winfried Jöhnk

Schiedspersonen können Meinungsverschiedenheiten zivilrechtlicher und strafrechtlicher Art schlichten. Anlass sind oft Nachbarschaftsstreitigkeiten, aber auch die Hausordnung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, leichte Körperverletzung oder Beleidigung.
Schiedsleute arbeiten unbürokratisch und kostengünstig, aber nicht kostenfrei. Die rechtsuchenden Bürger haben geringe, gesetzmäßig vorgegebene Verfahrens- und Sachkosten (Porto etc.) zu tragen. In der Regel liegen diese unter 100 Euro.

Die Fußwege verbessern

Weiteres Thema im Ortsbeirat war der Zustand der Fußwege in Teilen der Rendsburger Landstraße. Anwohnende forderten, die wassergebundenen Bürgersteige zu sanieren, damit auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Weg gefahrlos benutzen können. WJ