Rainer Podlesch dankt seinem Kieler Radsport-Mentor Dieter Haushahn

Rainer Podlesch und Dieter Haushahn beim Training.
Erinnerungsfoto von 1962: Rainer Podlesch und Dieter Haushahn beim Training. Fotos: pivat

Vor wenigen Tagen bekamen wir in der Redaktion einen Anruf aus Berlin von Rainer Podlesch, einem ehemaligen Radrennfahrer, der 21-mal Deutscher Meister und zweimal Weltmeister geworden ist.

Seine Erfolge hat er einem Menschen zu verdanken, der in Hassee geboren wurde und jetzt am Redderkamp in Russee lebt. „Ohne ihn wäre ich dort nie hingekommen“, sagt Rainer Podlesch. Gemeint ist sein erster Trainer Dieter Haushahn, der bei dem damals 16-Jährigen das Interesse am Radsport geweckt hat. „Mit ganz einfachen Mitteln hat er mir abends nach Feierabend aus alten Teilen ein Rennrad zusammengeschraubt“, erinnert sich Podlesch. „Er hat sich einfach gekümmert.“ Das war im Jahr 1961, dem Gründungsjahr des Kieler Radsportvereins, der aus der Radsportabteilung von Holstein Kiel hervorgegangen ist. Dieter Haushahn blieb dem Verein treu und leitete ihn von 1978 an fast 40 Jahre lang. Rainer Podlesch dagegen zog es raus in die Welt. Über 20 Jahre nahm er an Weltmeisterschaften teil. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko errang er eine Silbermedaille. Die Verbindung zu Dieter Haushahn ist nie abgebrochen. „Uns verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft. Von überall in der Welt habe ich ihm Postkarten geschickt und berichtet“, erzählt Podlesch. „Dieter hat die Karten alle aufbewahrt. Als ich sie gelesen habe, erfuhr ich Dinge, die ich längst vergessen hatte.“
Nun ist es ihm ein Herzensbedürfnis, seinem Mentor, der gerade seinen 91. Geburtstag gefeiert hat, für alle seine Verdienste zu danken. CF

Dieter Haushahn im Jahr 2026
Dieter Haushahn im Jahr 2026

Rainer Podlesch und Dieter Haushahn