Streit um den Trampelpfad

1954: Brigitte Werner als dreijähriges Mädchen auf dem Tonberg. Blick auf das gleichnamige Gewerbegebiet und die Bahngleise. Links im Hintergrund ist ganz klein der Rathausturm auszumachen.

Serie mit Archivfotos aus dem Kieler Süden.
Teil 75 über die Jugendzeit von Brigitte Bury (geb. Werner) aus dem Streitkamp

Der Streitkamp soll Erzählungen zufolge seinen Namen daher haben, dass es jahrelang Auseinandersetzungen gab, ob dieser Trampelpfad zur Straße ausgebaut werden solle oder nicht. Schließlich wurde der Straßenname 1939 durch den Polizeipräsidenten genehmigt.

Die beigefügten Fotos aus dem Stadtteil stammen aus dem Familienalbum von Brigitte Bury aus Oberbayern. Die 73-Jährige ist in Hassee aufgewachsen. Von 1956 bis 1999 wohnte ihre Familie im Streitkamp 2 in einem Gebäude der Baugenossenschaft Hassee. „Ich habe meine Schulzeit und das Studium bis 1974 dort verbracht“, erzählt sie. „Leider habe ich nur wenige Fotos ohne Personen darauf gefunden. Landschaften waren wohl damals nicht wichtig.“ CF

1958: Brachfläche am Streitkamp, auf der 1959 ein Spielplatz errichtet wurde.
1962: Blick vom Balkon der Familie Werner über den Streitkamp in Richtung Rendsburger Landstraße
1964: Gartenhütte am Hedenholz 1. Hier hatten ihre Eltern von Bauer Karl-Heinz Hauberg einen Kleingarten gepachtet. „Vor dem Bau der Autobahn war es hier himmlisch ruhig“, so Brigitte Bury. „Es kam nur gelegentlich die Bahn vorbei.“ Nach ihren Worten habe die Stadt Kiel 1984 das Gelände aufgekauft.

Fotos: Brigitte Bury

1973: Eine Windhose zerstörte einige Bauernhäuser in der Hasseer Straße. Die abgebildete Kate Muxfeldt wurde 1980 abgerissen, um Platz für das Gehörlosenzentrum zu schaffen. Foto: Stadtarchiv Kiel