Warum der Kieler Fernsehturm nachts dunkel blieb

    Montage: Kiel Lokal

    Seit Mai wird am Funkturm über den Wipfeln des Vieburger Gehölzes gebaut. Kürzlich wunderte sich jedoch ein Leser, als der Turm des Nachts plötzlich im Dunkeln lag. KIEL LOKAL ging der Sache auf den Grund.

    Seit über 50 Jahren ist der markante Fernmeldeturm ein Wahrzeichen von Kiel. Auch bei Nacht ist er durch seine auffälligen, roten Lichter gut zu sehen. Eigentlich. Denn jüngst waren diese erloschen. Der Turm verschwand im Dunkel. Wieso?

    Flughindernisbefeuerung sorgt normalerweise für Sicherheit

    Auf Nachfrage vermeldete Lena Naber, Pressesprecherin der Deutschen Funkturm DFMG Corporate Functions GmbH, die deutschlandweit die Fernmeldetürme verwaltet: „Die Beleuchtung, die Ihren Lesenden als ausgeschaltet aufgefallen ist, nennt sich Flughindernisbefeuerung (FHB).“ Bei der FHB handelt es sich um ein Leuchtsystem zur Markierung von Bauwerken, die höher als 20 Meter sind. Die roten Lampen dienen dabei als visuelle Unterstützung für die Sicherheit im Flugverkehr.
    Zwar gebe es, so Naber, rund um die großen Fernmeldetürme Flugverbotszonen, so dass Flugzeuge und Hubschrauber sich ohnehin von ihnen fernhalten. Die FHB sei demnach lediglich eine zusätzliche Sicherheitsmaßname.
    „Derzeit ist die FHB in Abstimmung mit der Flugsicherung aufgrund der laufenden Sanierung abgeschaltet“, sagt die Pressesprecherin. Grund zur Sorge gäbe es daher keine. Sobald die laufenden Arbeiten es zuließen, werde die Beleuchtung wieder eingeschaltet.

    Sanierungsarbeiten am Fernsehturm laufen bis 2029

    Seit Anfang Mai werden am 226,9 Meter hohen Fernsehturm routinemäßige Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Aktuell wird an der obersten Antennenplattform in 137,5 Metern Höhe gebaut. Noch bis 2029 sind weitere Sanierungsarbeiten geplant. AB

    Seile am Wahrzeichen: Arbeiten am Kieler Fernsehturm