Welche Sanierung ist am effektivsten?

Zuhörerinnen und Zuhörer im Vereinslokal des SV Hammer hören Energieberater Jasper Harten zu, der Mustersanierungskonzepte vorstellt
Die Zuhörerinnen und Zuhörer im Vereinslokal des SV Hammer erhielten praktische Sanierungstipps für ihre Bestandshäuser. Die Infos sind jetzt online abrufbar.

Energieberater stellt Sanierungskonzepte für fünf Haustypen in Hammer vor

Sie wollen Ihr Haus energetisch sanieren oder die Heizung erneuern, wissen aber nicht, wie Sie das am besten umsetzen können? Dann bietet Ihnen die Stadt Kiel fachkundige
Unterstützung.

Am 3. Februar haben die Abteilung Klimaschutz des Umweltschutzamtes und der Verband Wohneigentum (Siedlergemeinschaft Hammer-Russee-Demühlen-Molfsee) zu einem Infoabend über Energetische Sanierungen von Häusern eingeladen. Das Vereinslokal des SV Hammer war gut besucht. Energieberater Jasper Harten stellte Mustersanierungskonzepte vor, die er mit finanzieller Unterstützung der Stadt Kiel für fünf unterschiedliche Häuser in Hammer erstellt hat. Die Musterhäuser sind so gewählt, dass für ganz verschiedene Haustypen Hinweise und Empfehlungen dabei sind. Anhand von Diagrammen zeigte Harten auf, wo bei welchem Haus am meisten Energie verloren geht und welche Sanierungsmaßnahmen am effektivsten sind. Das können beispielsweise Dämmungen des Dachs, der Kellerdecke oder der Außenwände sein.
Bei Häusern mit zweischaligem Mauerwerk empfiehlt der Energieberater eine Kerndämmung. Diese lässt sich in ein bis zwei Tagen durchführen und kostet nur wenige tausend Euro.

„Die ersten zehn Kerndämmungen in Hammer werden zu 20 % (max. 1.000 Euro) von der Stadt Kiel gefördert“, verkündete Sam Warmke vom Klimaschutz-Team. Er wies auch darauf hin, dass die Landeshauptstadt eine halbstündige Beratung durch einen Energieberater kostenlos anbietet. „Dazu können Sie die Baupläne Ihres Hauses mitbringen und ganz individuelle Fragen stellen“, so Warmke. Wer sich vorab informieren möchte, sollte sich auf der Homepage www.kiel.de/waermeplanung umschauen. Dort sind auch Aufzeichnungen von bisherigen Online-Seminaren abrufbar. Der Vortrag aus Hammer ist unter dem beigefügten QR-Code einsehbar. Hier finden Sie die detaillierten Sanierungskonzepte der fünf Haustypen und die Präsentation vom Infoabend. „Die Beispiele geben Anregungen, die man sich für das eigene Haus abgucken kann“, sagte Wolfgang Günther von der Energiegruppe der Siedlergemeinschaft.

Eine Sanierung muss übrigens nicht auf einmal komplett durchgeführt werden. Um mehr Fördergelder zu erhalten, kann es sogar von Vorteil sein, die Maßnahmen über mehrere Jahre zu verteilen. „Man muss auch nicht das ganze Haus sanieren, um eine Wärmepumpe zu installieren“, bemerkte Jasper Harten. „Wichtig ist, dass die Heizflächen groß genug sind, damit die Vorlauftemperatur nicht zu hoch wird.“ Die Vorlauftemperatur sollte maximal bei ca. 55 Grad liegen. „Ob das bei Ihrem Haus funktioniert, können Sie gleich diesen Winter ausprobieren, indem Sie an Ihrem Heizkessel 55 Grad einstellen und schauen, ob es trotzdem angenehm warm wird“, so der Energieberater.

Mehr zum Thema Energieeffizienz wird in Hammer bei den nächsten beiden Vorträgen verraten. Der erste Termin ist im Sommer zum Thema Eigenleistung. Was kann man selbst machen? Gezeigt werden Beispiele aus dem Quartier.

Im Herbst geht es um kleine Energienetze. Das ist, wenn sich z. B. eine Reihenhauszeile gemeinsam eine Wärmepumpe anschafft. CF