Wiederverwenden statt Wegwerfen

Das Sozialkaufhaus Echt.Gut. in der Hasseer Straße 49 ist werktags von 10–18 Uhr und samstags von 10–15 Uhr geöffnet. Am 13. September findet von 10–15 Uhr auf dem Vorplatz ein Flohmarkt statt.

Kooperation von ABK und Echt.Gut.-Sozialkaufhaus ist verlängert

Immer wieder kommt es vor, dass Kieler*innen bei einem Umzug, einer Renovierung oder gar einem Neukauf noch gebrauchsfähige Möbel haben und nicht wissen, wohin damit. Diese wegzuschmeißen, ist aber zu schade.

Genau hier setzt eine Kooperation zwischen dem Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) und der „stadt.mission.mensch“ an. Noch gebrauchsfähige Möbel können über die ABK-Webseite zur Abholung angemeldet werden und gehen dann in das Secondhand- und Sozialkaufhaus Echt.Gut. in der Hasseer Straße 49. Diese Zusammenarbeit wird nun um zwei Jahre bis Juni 2027 fortgeführt. Die Idee dahinter: Wiederverwenden statt Wegwerfen – und so Ressourcen schonen.

„Jährlich sammelt der ABK mehr als 3.364 Tonnen Sperrgut ein. Dieses wird zum größten Teil der energetischen Verwertung zugeführt. Im Sinne der Kieler Zero-Waste-Strategie ist eine Wiederverwertung beziehungsweise Weiterverwendung wie bei der Gebrauchtmöbelsammlung ein Ansatz, bei dem alle Kieler*innen mitmachen können“, so ABK-Werkleiter Christian Schmitt. „Dies ist ein weiterer Schritt zur Zero.Waste.City, der zwar mit kleinen Umständen für die Einzelnen verbunden ist, aber eine große Auswirkung auf die Umwelt hat. Es gibt verschiedene Wege der Entsorgung. Die Gebrauchtmöbelabholung ist die umweltschonendere Alternative zur Sperrgutabholung.“

Seit dem Start der erneuten Kooperation gab es in den ersten sechs Wochen schon 30 Anmeldungen für Gebrauchtmöbel. Vom Bett über Wohnzimmerschränke bis hin zu Sofas und Regalen konnten somit viele Möbel vor der Sperrgutentsorgung gerettet und als „Second Use“ wiederverwendet werden.

Eine umweltfreundliche und soziale Einkaufs-Alternative: Alle Waren sind Secondhandartikel oder handgemachte Produkte aus der hauseigenen Werkstatt.

„Auf der Rettung wertvoller Ressourcen liegt bei uns der Fokus“, so Heinke Koriath, die das Echt.Gut.-Kaufhaus der Stadtmission leitet, „doch es geht uns auch darum, bedürftige Personen günstig zu versorgen.

Wer zum Beispiel Rente, BAföG oder Bürgergeld bezieht, erhält bei uns gegen entsprechenden Nachweis 25 Prozent Rabatt auf alle Möbel.“

Die Landeshauptstadt Kiel fördert Klimaschutz und Ressourcenschonung im Einklang mit dem novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie den Zielen des Masterplans „100 Prozent Klimaschutz“ und des Zero-Waste-Konzepts. Dies trägt maßgeblich zur Förderung der Kreislaufwirtschaft bei, indem noch nutzbare Möbel wiederverwendet werden, anstatt als Abfall entsorgt zu werden. Durch die Verlängerung der Produktlebensdauer wird nicht nur wertvolle Ressourcenschonung erreicht, sondern auch die Umweltbelastung reduziert – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und einem verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen.

Wie funktioniert die Abholung der Gebrauchtmöbel?

Auf der Homepage des ABK (www.abki.de) gibt es ein Formular für die Anmeldung der Gebrauchtmöbel. Dort werden Fotos von den einzelnen Stücken benötigt. Nach Absendung sichtet das Echt.Gut-Kaufhaus die Eingänge und setzt sich zwecks Abholung mit den Anbietenden in Verbindung.

Die Gebrauchtmöbel sollten

∙ nicht älter als zehn Jahre sein

∙ gebrauchsfähig und ohne Flecken 

∙ intakt sein und nur minimale Gebrauchsspuren aufweisen

∙ vor der Abholung noch in Benutzung 

∙ mindestens noch zweimal auf- und abgebaut werden können

Auch in den kommenden Jahren gilt also: ABK und „stadt.mission.
mensch“ setzen sich gemeinsam für eine ressourcenschonende Nutzung von Möbeln ein und rufen alle auf, sich an diesem Ziel zu beteiligen – ganz nach dem Motto „Lieber doppelt nutzen als einfach entsorgen“.