Die Selbstständigkeit verlängern

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ANZEIGE „Alte Bäume verpflanzt man nicht“, heißt es treffend. Doch zwischen punktuellem Unterstützungsbedarf auch in relativ frühen Jahren und umfassender Pflege braucht es viele individuelle Angebote. Das gilt insbesondere für Menschen mit Demenzerkrankungen.

Denn durch die Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit sind die Betroffenen zunehmend schlechter in der Lage, die Tätigkeiten des Alltags zu bewältigen. „Vor allem in den Wohnangeboten des Professor Weber-Hauses hat sich gezeigt, dass wir mehr und mehr auf persönliche Entwicklungen und Krankheitsverläufe reagieren müssen, für die es in unseren Senioreneinrichtungen und der stationären Pflege kein Serviceangebot gab“, erzählt Einrichtungs- und Pflegedienstleitung Ann-Kathrin Hellwig.
Zwischen dem betreuten Wohnen mit Hotelcharakter und der umfassenden pflegerischen Sorge im Professor Esmarch-Haus brauchte es eine flexible Wohnform. Diese wird nun zum 1. Februar Wirklichkeit: die erste Wohngemeinschaft der Stiftung im Kieler Süden für Menschen mit Demenz. Zehn Mieter leben dann in persönlich eingerichteten Einzelzimmern, die jeweils mit Dusche und WC ausgestattet sind. Außerdem steht ihnen ein großzügiger Gemeinschaftsbereich zur Verfügung. Mit den Angehörigen bilden sie ein Gremium für Entscheidungen und regeln miteinander Haushaltstätigkeiten und Alltag. Individuelle Betreuung wird mit dem Ambulanten Pflegedienst vereinbart. Zum 1. April startet eine zweite Wohngemeinschaft mit zehn weiteren Plätzen. Schon am 1. März eröffnet ein Tagespflege-Bereich für Besucher, die einen schönen Tag in Gesellschaft verbringen möchten. Und die Urlaubspflege können Menschen nutzen, deren pflegende Angehörige verhindert sind oder eine Erholungspause brauchen.
„Die Seniorinnen und Senioren finden bei uns wieder ihr Zuhause“, betont Einrichtungsleitung Daniela Bialluch. „Mit den neuen Wohngemeinschaften freuen wir uns, noch mehr Menschen aus ganz Kiel möglichst lang betreuen zu können.“ Die vielfältigen gemeinschaftlichen Veranstaltungen der in die Nachbarschaft eingebundenen Professorenhäuser schaffen dazu das lebendige Umfeld. „Im persönlichen Gespräch mit Ihnen und Ihren Angehörigen beraten wir Sie gern über unsere vielfältigen Angebote – rufen Sie uns an!“, laden Daniela Bialluch und Ann-Kathrin Hellwig ein.

(Text & Foto: Sellhoff)