Erweiterung der Klärschlamm-Anlage

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ANZEIGE Die Müllverbrennung Kiel GmbH & Co. KG (MVK) informierte am Freitag, dem 15. November, und am Sonnabend, dem 16. November, Anwohner/-innen über den aktuellen Stand der geplanten Erweiterung der MVK um eine Klärschlamm-Verbrennungslinie mit integrierter Phosphorrückgewinnung.

Nach einem Jahr intensiver Planungsarbeit liegt nun die Anlagenkonzeption für die Einreichung des Genehmigungsantrages vor. Die Vorstellung und Erläuterung des Anlagenkonzeptes für unsere Anwohner/-innen aktuell und vor Ort ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir haben uns über die sachliche Diskussion mit unseren Nachbarn und das damit gezeigte Interesse an unserer geplanten Anlage sehr gefreut“, sagte Dr. Frank Ehlers, Geschäftsführer der MVK, im Anschluss an die Veranstaltungen. Nach einer detaillierten Vorstellung der geplanten Anlagentechnik durch die Betriebsleitung der MVK, Thomas Bäumann, folgte eine Stellungnahme des Vorsitzenden des Umweltbeirates der MVK, Dr. Stefan
Anderssohn. Die anschließende Führung von MVK-Mitarbeitern durch die Anlage zeigte, an welchen Stellen Umbauten, Erweiterungen oder ein Anbau nötig sein werden.

Die MVK entsorgt und verwertet heute zuverlässig, umweltschonend und energieeffizient pro Jahr 140.000 Tonnen Abfall aus Kiel und umliegenden Kreisen. Die gesetzlich geregelte Notwendigkeit der zukünftigen Klärschlammverwertung sowie die Erfahrung aus über 40 Jahren Müllverbrennung am Standort Theodor-Heuss-Ring haben die MVK dazu bewogen, die Planungen für eine zusätzliche Verbrennungslinie für jährlich 32.000 Tonnen Klärschlamm in Trockensubstanz aufzunehmen. Wie auch für die Müllverbrennung wird es für die Verbrennung der Klärschlämme eine aufwendige Rauchgasreinigung geben. „Wir werden genauso wie bei der Müllverbrennung mit der neuen Anlage die gesetzlich vorgeschriebenen Werte deutlich unterschreiten. Das ist unser Anspruch an die neue Anlage und mit entsprechend aufwendiger und kos-tenintensiver Anlagentechnik auch zu erreichen“, verwies Dr. Frank Ehlers auf den hohen Stellenwert des Umweltschutzes.

Kiel hat sich vorgenommen, Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität zu beschleunigen. „Wir können mit der geplanten Klärschlammverbrennung ab 2024 für weitere 4.000 Kieler Haushalte CO2-neutral erzeugte Fernwärme bereitstellen. Damit sind wir fester Bestandteil des Masterplans „100 % Klimaschutz“ der Stadt und leisten einen signifikanten Beitrag für den Weg zur Klimaneutralität der Landeshauptstadt Kiel“, so der MVK-Geschäftsführer weiter.

„Die Monoverbrennung der Schlämme durch die eigene Linie macht es technisch möglich, den in der Asche enthaltenen lebenswichtigen und endlichen Rohstoff Phosphor zurückzugewinnen. Das ist für uns genauso wichtig, wie die neuen Anlagenkomponenten weitestgehend in die bestehenden Gebäude integrieren zu können“, erläuterte Dr. Frank Ehlers. Als ein weiteres Plus für die Umwelt führte der MVK-Geschäftsführer die Aufbereitung des in den Klärschlämmen enthaltenen Wassers an: „Wir werden den heute für den Betrieb der Müllverbrennung erforderlichen Frischwasserbezug zukünftig um bis zu 40.000 Kubikmeter pro Jahr durch Wasser aus den Klärschlämmen ersetzen können. Die Klärschlammverbrennung mit Phosphorrückgewinnung ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander vereinbart
werden können.“

Müllverbrennung Kiel GmbH & Co. KG
Theodor-Heuss-Ring 30
24114 Kiel
Telefon 0431 / 260 95-23 11
www.mvkiel.de

(Foto: MVK /  Thomas Eisenkrätzer)