Homeoffice hat nicht nur Vorteile

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Young smiling woman connecting with her laptop and typing, studying and working online concept

Die Corona-Pandemie führt einer Studie zufolge zu vermehrtem Arbeiten im Homeoffi ce: Laut aktueller Untersuchung der Initiative D21, gefördert vom Bundeswirtschaft sministerium, würden gegenüber dem Vorjahr doppelt so viele Berufstätige von zu Hause aus oder mobil arbeiten.

Dies entlastet zwar den Straßenverkehr, jedoch wird im Haushalt mehr Strom und Wärme verbraucht. Um im Homeoffi ce Energie zu sparen, geben die Stadtwerke Kiel einige Ratschläge. Den bedeutendsten Anteil am privaten Energiebedarf hat die Raumwärme. Rund 75 Prozent entfallen auf die Heizung. Daher ist es gerade während der kalten Jahreszeit besonders effektiv, folgende Tipps beim Arbeiten von zu Hause zu befolgen:

Wärme zirkulieren lassen
Heizkörper sehen zwar nicht unbedingt gut aus, unversperrt breitet sich die Wärme besser im Raum aus. Verkleidungen und lange Vorhänge vor der Heizung, ungünstig platzierte Möbel sowie aufmontierte Stangen zum Wäschetrocknen können bis zu 20 Prozent der Wärme schlucken.

Die richtige Raumtemperatur
Schon eine Temperaturabsenkung um ein Grad spart rund sechs Prozent Energie. Richtwert für eine angenehme Raumtemperatur sind für Wohn- und Kinderzimmer 20 bis 22 Grad, Bad 23 Grad und Küche 18–20 Grad. Für Flure und Schlafzimmer gelten bereits 15–18 Grad als ausreichend.

Heizkörper entlüften
Wenn es im Heizkörper zum sogenannten „Gluckern“ kommt, ist es höchste Zeit ihn zu entlüften. Sie vermeiden damit, dass ein Luft polster die Zirkulation verhindert. Der Vorgang ist einfach: Das Ventil oben am Heizkörper mit einem Vierkantschlüssel öff nen, ein Gefäß darunter halten und warten, bis sämtliche Luft entwichen ist und Wasser austritt. Danach Ventil wieder schließen. Geringe Mühe, große Wirkung. Luft in der Leitung kann die Kosten um bis zu 15 Prozent erhöhen.

Zweimal täglich Stoßlüften
Gekippte Fenster bringen kaum frische Luft , können aber den Verbrauch immens erhöhen. Deshalb lieber öft er und richtig mit weit geöffneten Fenstern lüften. Die Faustregel fürs richtige Lüften während der kalten Jahreszeit: zwei Mal täglich, maximal fünf Minuten pro Raum. Je kälter es draußen ist, umso kürzer, da der Luft austausch rascher vor sich geht. Wichtig: Heizung während des Lüft ens abschalten.

Wärmeverluste minimieren
Nachts die Vorhänge und eventuell vorhandene Rollläden schließen, um die Wärmeverluste durchs Fenster zu verringern. Gleichmäßiges Heizen Lassen Sie die Räume nicht auskühlen, da das Erwärmen ausgekühlter Räume einen höheren Verbrauch erfordert.

Homeoffice benötigt neben mehr Wärme auch mehr Strom
Auch für den Stromverbrauch geben die Stadtwerke Kiel einige Tipps, um den Arbeitstag – besonders in der dunklen Jahreszeit – in den eigenen vier Wänden so energieschonend wie möglich zu verbringen:

Gutes, natürliches Licht
Den Schreibtisch im Home-Offi ce direkt vorm Fenster oder im rechten Winkel dazu positionieren, um vom natürlichen Tageslicht zu profitieren. Dies spart nicht nur Strom für die Lampen – auch die Helligkeit des Bildschirmes lässt sich anpassen und spart so Energie.

Energiesparfunktion nutzen
Für Pausen im Homeoffice die Energiesparfunktion vom Laptop oder herkömmlichen Desktop-PC anschalten. Der Bildschirmschoner spart dagegen keine Energie und sollte daher ausbleiben.

Bye bye zum Stand-by
Alle IT-Geräte sollten nach Feierabend vom Netz getrennt werden, um keinen unnötigen Strom im Stand-by-Betrieb zu verbrauchen. Hier helfen abschaltbare Steckerleisten, um schnell und einfach dem Stromverbrauch bye bye zu sagen.

Energiesparlampen einsetzen und Licht ausschalten
Energiesparlampen verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen und haben eine circa neunmal höhere Lebensdauer. Eine herkömmliche Glühbirne verwandelt etwa 90–95 Prozent der elektrischen Energie in Wärme statt in Licht. Dagegen ist die Lichtausbeute von Energiesparlampen mindestens fünf Mal so hoch. Darüber hinaus sollte beim Verlassen des Zimmers stets das Licht ausgeschaltet werden.

Foto: ©Stadtwerke Kiel