Straftaten im Stadtteil rückläufig

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Erfreuliche Zahlen konnte Frithjof Albrecht von der Polizeistation Hassee in der Oktobersitzung des Ortsbeirates Russee/ Hammer/ Demühlen verkünden. Kiel hat 2017 den niedrigsten Stand von Straftaten innerhalb der letzten zehn Jahre. Auch im Vergleich mit den kreisfreien Städten belegt sie den ersten Platz mit den wenigsten Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Insgesamt 187 Straftaten wurden in Russee, Hammer und Demühlen 2017 aktenkundig, das ist ein Rückgang von elf Straftaten im Vergleich zum Jahr 2016.
„Vor allem Wohnungseinbrüche sind in Kiel um 8,5% zurückgegangen“, erklärt Frithjof Albrecht in seinem Bericht. Bei der Aufklärung sei die Polizei aber nicht zuletzt auf die tatkräftige Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. „Wenn Sie Verdächtiges in ihrer Nachbarschaft beobachten, scheuen Sie sich nicht, 110 zu wählen. Jeder Hinweis kann helfen, Straftaten zu vereiteln oder aufzuklären“, so der stellvertretende Leiter der Polizeistation Hassee.
Genauso wichtig wie wachsame Nachbarn sind die eigenen Vorkehrungen in Sachen Einbruchschutz. „Um nur ein paar Beispiele zu nennen, können LED-Fernsehattrappen oder an Bewegungsmelder gekoppelte Außenleuchten eine abschreckende Wirkung haben. Die Türen sollten beim Verlassen des Hauses selbstverständlich immer abgeschlossen sein“, rät Albrecht.
Auch die angespannte Park- und Haltesituation im Bereich der Grundschule Russee wurde im Gespräch des Ortsbeirates mit der Polizei thematisiert. Bei Schulbeginn kommt es dort fast täglich zu Behinderungen und Staus. Albrecht stellte ausdrücklich klar, dass ein Halten auf der Straße, um Kinder aussteigen zu lassen, erlaubt ist. Nicht zulässig ist jedoch ein Parken auf dem Bürgersteig oder das Nutzen eines Behindertenparkplatzes durch Nichtberechtigte. Auch für die Spieler und Betreuer des THW Kiel, die die Sporthalle zu Trainingszwecken nutzen, gibt es keine Ausnahmen.

Vorplatz Bahnhalt Russee
Seit drei Jahren halten wieder Züge des Nahverkehrs in Russee. In vielen Sitzungen hat sich der Ortsbeirat mit einer zukünftigen Nutzung des Geländes am Bahnhalt Russee beschäftigt. Die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils haben immer wieder Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung gemacht. Jetzt sind die Planungen der Stadt in der entscheidenden Phase. Für die kommende Sitzung am 20. November hat der Leiter des Tiefbauamtes, Peter Bender, seinen Besuch im Ortsbeirat angekündigt, um den aktuellen Stand vorzustellen.

Eiderbrücke am Hammerbad
Anfang August musste die Brücke am Eiderbad aus statischen Gründen gesperrt werden. Zurzeit prüft das Amt Molfsee die vorliegenden Angebote für eine behindertengerechte Stahlbrücke. Die Stadt Kiel beteiligt sich mit bis zu 100.000 Euro hälftig an den Kosten. Abhängig vom Wetter ist eine Fertigstellung noch in diesem Jahr vorgesehen, spätestens Anfang 2019.

Hof Hammer
Das Projekt „Hof Hammer inklusiv“ ist seit Jahren immer wieder ein Tagesordnungspunkt auf den Sitzungen des Ortsbeirates. Immer wieder wird nach dem Stand des Bauprojektes gefragt, vielen ist es unverständlich, dass seit dem ersten Workshop im Jahr 2013 immer noch keine Bautätigkeit zu entdecken ist.
Zumindest sind jetzt nach Prüfung durch das Innenministerium der Bebauungs- und Flächennutzungsplan in den Kieler Nachrichten veröffentlicht und haben damit Rechtskraft erlangt. In diesem Jahr wird jedoch kein Bagger mehr anrollen.
Auf Nachfrage teilte der Investor im Oktober mit: „Gern komme ich zu einer der ersten Sitzungen des Ortsbeirates im Jahr 2019, da ist sicher vieles schon deutlich konkreter.“

Text: Jöhnk; Foto: ©Frahm